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Ericsson weiter in der Gewinnzone und optimistisch

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Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson ist mit vermindertem Gewinn ins neue Jahr gestartet und bleibt trotz Krise optimistisch. Wie der weltweit führende Telecom-Ausrüster heute in Stockholm mitteilt, sank der Nettoertrag im ersten Quartal um 30 Prozent auf 1,87 Milliarden Kronen (187 Millionen Euro). Beim Umsatz legte Ericsson um 12 Prozent auf 49,6 Milliarden Kronen zu.

Die Netzwerk-Infrastruktur-Sparte steigerte ihren Umsatz um 12 Prozent auf 33,5 Milliarden Kronen. Davon entfielen 4,7 Milliarden Kronen auf die Einrichtung neuer Netzwerke, 4 Prozent mehr als im Vorjahr, allerdings 38 Prozent weniger als im vorigen Quartal. Nach Regionen aufgeteilt wuchs der Umsatz in Asien/Pazifik mit 26 Prozent auf 16,3 Milliarden Kronen am stärksten. Voriges Jahr waren die Schweden von China Mobile und China Unicom mit dem Ausbau ihrer GSM-Netze beauftragt worden. Der Umsatz der zweitgrößten Sparte Professional Services Sales wuchs im Vorjahresvergleich um 28 Prozent auf 12,8 Milliarden Kronen.

Konzernchef Carl-Henric Svanberg bezeichnete die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Nachfrage nach mobilen Netzwerken als "bisher begrenzt". Auf Märkten wie den USA, China und Indien beschleunige sich der Ausbau neuer Netzwerke und Technologien derzeit. Stark betroffen vom generellen Abwärtstrend seien aber die Joint Ventures Sony Ericsson auf dem Markt für Mobiltelefone und ST-Ericsson auf dem Halbleitermarkt für mobile Anwendungen. Hier liefen breit angelegte Kosteneinsparungsprogramme. Bei Sony Ericsson werden 2000 Arbeitsplätze abgebaut.

Ericsson hatte Anfang vorigen Jahres ein Kosteneinsparungsprogramm mit Stellenstreichungen gestartet. Rund 1000 von 74.000 Arbeitsplätzen wurden abgebaut. Im Januar dieses Jahres verschärfte der Konzern den Sparkurs. Der Konzern rechnet damit, ab 2010 jährlich 10 Milliarden Kronen einsparen zu können. (anw)