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Ermittler: Hacker kamen bei Kfz-Zulassungsstellen nicht an Daten

"Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" schließen Ermittler aus, dass Daten von Kfz-Haltern in unbefugte Hände geraten sind.

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Finger tippt auf Notebook

(Bild: dpa, Nicolas Armer)

Bei den Hackerangriffen auf die Kfz-Zulassungsbehörden in Hessen und Rheinland-Pfalz im Juni sind nach den Erkenntnissen der Ermittler keine Daten der Halter abgeschöpft worden. Es könne mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden", dass Daten der Kraftfahrzeughalter abgeflossen sind, teilte die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mit.

Die internationalen Ermittlungen zur Identifizierung der Täter und ihrer Motive dauerten in Hessen noch an. In Rheinland-Pfalz hätten sie eingestellt werden müssen, weil die letzten drei Stellen der IP-Adressen der auf das System zugreifenden Nutzer wegen des Datenschutzes anonymisiert wurden. "Die Zuordnung der IP-Adressen zu einem Täter war daher von vornherein ausgeschlossen", teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Am 21. und 22. Juni hatten Hacker Server kommunaler Dienstleistungsunternehmen in Mainz und Gießen angegriffen, auf denen auch Daten von Kfz-Haltern gespeichert waren. Die Systeme wurden daraufhin aus Sicherheitsgründen vorübergehend vom Netz genommen. So konnten in Hessen 23 von 25 Zulassungsstellen und in Rheinland-Pfalz 38 von 39 Zulassungsstellen darauf zunächst nicht mehr zugreifen. (anw)