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Ermittlungen gegen Urheber des Wurms Sasser verzögern sich

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Die Ermittlungen gegen den Entwickler des Computer-Wurms Sasser dauern länger als erwartet. Die Überprüfung des Beweismaterials sei noch nicht abgeschlossen, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Verden, Helmut Trentmann, am Mittwoch der dpa. "Wir haben es mit einem technisch komplizierten Sachverhalt zu tun, der nur von Spezialisten ausgewertet werden kann." Ein 18-Jähriger aus Waffensen (Kreis Rotenburg/Wümme) hatte die Programmierung des Wurms gestanden.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft gehofft, dass der Prozess bereits im Juni beginnen könnte. "Das ist unrealistisch", meinte Trentmann nun. Experten seien noch dabei, das sichergestellte Computermaterial auszuwerten. Zudem untersuchten sie beispielhaft in drei Unternehmen, welchen Schaden Sasser dort angerichtet hat. "Wir sind mit Hochdruck dabei, aber das dauert alles seine Zeit", sagte Trentmann. Er hoffe, dass in etwa acht Wochen Anklage erhoben werden kann.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen fünf Freunde des 18-Jährigen, die an der Verbreitung des Computer-Wurms Netsky beteiligt gewesen sein sollen. Dieser soll ebenfalls von dem 18-Jährigen stammen. Ob die fünf anderen jungen Leute auch etwas mit Sasser zu tun hatten, sei noch immer unklar, sagte Trentmann. Sasser hatte weltweit Millionen Computer infiziert. Betroffen waren unter anderem die US- Fluggesellschaft Delta Airlines und die Europäische Kommission.

Zu weiteren Informationen über Sasser und zum Schutz vor Viren und Würmern siehe auch:

(dpa) / (jk)