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Ernährung: Neues Essen, neue Probleme

Ernährung: Neues Essen, neue Probleme

Das Ersatz-Hackfleisch von Impossible Foods landet unter anderem in den Sojaburgern von Burger King.

(Bild: Impossible Foods)

Von Erbsenprotein bis Fisch aus der Petrischale: Das neue ­Designer-Essen kann für Umwelt und Gesundheit schädlich sein.

Mit reichlich Wagniskapital im Rücken entwickelt eine ständig wachsende Riege kalifornischer Start-ups immer mehr tierfreie Lebensmittel: Von Eiern und Schoko-Eis aus dem Bioreaktor über Hühnchenbrust und Thunfisch aus der Zellkultur bis zu Milch und Burgern aus Erbsen und Soja.

TR 9/2019

Dieser Beitrag stammt aus Ausgabe 9/2019 der Technology Review. Das Heft ist ab 15.08.2019 im Handel sowie direkt im heise shop erhältlich. Highlights aus dem Heft:

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So viel Innovationen sind auf den ersten Blick gute Nachrichten für die bis dahin auf zehn Milliarden angewachsene Weltbevölkerung: weniger Wasser, weniger Futtermittel, weniger Emissionen und weniger Leiden in der Massentierhaltung. Doch Umwelt-Experten warnen vor zu viel Enthusiasmus, berichtet Technology Review in seiner neuen September-Ausgabe [7] (jetzt im gut sortierten Zeitschriftenhandel).

Der aktuelle Nachfrageschub bei pflanzlicher Designernahrung hat beispielsweise einen Run auf Erbsen ausgelöst. Umweltschützer bemängeln nun jedoch zweifelhafte Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden in der Lieferkette. Je mehr Soja- oder Erbsenprotein importiert wird, desto schwieriger wird es für die EU oder die USA, den Einsatz von Pestiziden – insbesondere Glyphosat – zu senken und bei der Einfuhr zu kontrollieren, sofern diese Kontrollen überhaupt stattfinden. Zudem würden Erbsenpflanzen in feuchteren Regionen wie ­Kanada zum Austrocknen mit Pestiziden gespritzt, sagt Henry Rowlands von der Initiative Detox Project, die Nahrungsmittel auf Rückstände überprüft.

"Konventionell angebautes Erbsenprotein ist hochgradig mit ­Pestiziden belastet, mehr als jedes andere Nahrungsmittel, das wir bisher getestet haben", sagt Rowland. Selbst wenn die Erbsen aus Bio-­Anbau stammen, weise das Protein nach der ­Verarbeitung in China in fast allen Tests Spuren von Glyphosat, anderen Pflanzenschutzmitteln und Gentechnik-Pflanzen auf. Angesichts der Belastung sei es "lächerlich, Erbsenprotein als ­gesündere Alternative zu Fleisch oder Milch anzupreisen".

Mehr zum Thema Ernährung lesen Sie in der neuen Technology Review Ausgabe 09/19 [8] (jetzt auch im gut sortierten Zeitschriftenhandel). (jle [9])


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http://www.heise.de/-4500137

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[1] https://www.heise.de/tr/artikel/Akku-contra-Wasserstoff-Von-Bumm-zu-Boom-4495313.html
[2] https://www.heise.de/tr/artikel/Medizin-Apps-Daten-auf-Rezept-4495315.html
[3] https://www.heise.de/tr/artikel/Libra-Bank-ohne-Geheimnis-4495319.html
[4] https://www.heise.de/tr/artikel/Fokus-Essen-Lecker-Hightech-4495321.html
[5] https://www.heise.de/tr/artikel/Fokus-Essen-Fuer-dich-Moehren-fuer-mich-Erbsen-4495323.html
[6] https://shop.heise.de/katalog/technology-review-09-2019?wt_mc=intern.shop.shop.tr_1909.dos.textlink.textlink
[7] https://shop.heise.de/katalog/technology-review-09-2019?wt_mc=intern.shop.shop.tr_1909.t1.textlink.textlink
[8] https://shop.heise.de/katalog/technology-review-09-2019?wt_mc=intern.shop.shop.tr_1909.t1.textlink.textlink
[9] mailto:jle@heise.de