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Erneut Umsatz- und Gewinnrückgang bei Western Digital

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In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erzielte Western Digital einen Umsatz von 2,25 Milliarden US-Dollar und damit rund 15 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (2,64 Milliarden US-Dollar). Der Nettogewinn sank um mehr als die Hälfte von 400 Millionen US-Dollar auf nur noch 146 Millionen US-Dollar. Auch die Zahl der verkauften Festplatten ging im Quartalsvergleich zurück: von 51,3 Millionen auf 50 Millionen.

Nachdem Seagate vor zwei Tagen gerade ein Absatzvolumen von 49 Millionen Festplatten gemeldet hatte, bleibt Western Digital damit aber immer noch verkaufsstärkster Festplattenhersteller und macht größere Gewinne als Seagate (93 Millionen US-Dollar), muss beim Umsatz aber deutlich hinter dem ärgsten Konkurrenten zurückstecken. Seagate erzielte Erlöse von 2,7 Milliarden US-Dollar.

Die Hauptgründe für den Umsatz- und Gewinnrückgang sieht Western-Digital-Chef John Coyne in der in den ersten drei Monaten des Jahres äußerst schleppend angelaufenen Nachfrage nach Festplatten. Erst das Erdbeben in Japan und die daraus resultierende Sorge nach Komponentenknappheit hätten die Nachfrage angekurbelt.

Der Geschäftsbericht berücksichtigt außerdem bereits Aufwendungen in Höhe von 10 Millionen US-Dollar, die in Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des Konkurrenten Hitachi GST entstanden sind. Laut Coyne laufe in diesem Zusammenhang alles plangemäß. Die benötigten Kredite für die Übernahme seien bewilligt und das Genehmigungsverfahren bei den Kartellbehörden laufe.

Weil sich das Geschäft mit Festplatten wegen der abflauenden Nachfrage – auch durch die zunehmende Beliebtheit von Flash-Speicher für Mobilgeräte – und aufgrund des harten Preiskampfs für immer weniger Anbieter lohnt, befindet sich der Festplattenmarkt momentan in einem Umbruch. Erst vor zwei Tagen hatte Samsung den Verkauf seiner defizitären Festplattensparte an Seagate verkündet. Damit reduziert sich die Anzahl der Festplattenhersteller bis zum Jahresende voraussichtlich um knapp die Hälte auf nunmehr nur noch drei Anbieter: Seagate, Toshiba und Western Digital. (boi)