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Erneut Warnstreiks bei der Deutschen Telekom

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Während das Management der Deutschen Telekom sich so langsam der Eröfffnung der Konzern-Hauptversammlung nähert, hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Warnstreiks gegen den geplanten Konzern-Umbau am heutigen Donnerstag erneut ausgeweitet. Bundesweit sind rund rund 15.000 Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Telekom will die Mitarbeiter in drei Gesellschaften unter dem Dachnamen T-Service auslagern und damit Kosten senken. Die Beschäftigten sollen nach dem letzten Angebot der Telekom in den mittlerweile gescheiterten Verhandlungen mit ver.di neun Prozent weniger Lohn erhalten und statt 34 künftig 38 Wochenstunden arbeiten. Im Gegenzug verspricht das Unternehmen einen Kündigungsschutz und Verkaufsverzicht der Service-Gesellschaften bis 2010. ver.di lehnt das Telekom-Angebot strikt ab; die Tarifkommission sprach sich dagegen aus und wird am morgigen Freitag die Ablehnung wohl auch formal beschließen. Dann stehen die Zeichen bei der Telekom auf Streik.

In ganz Hessen beispielsweise haben zur Hauptversammlung derweil Telekom-Beschäftigte erneut die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren nach Angaben der Gewerkschaft ver.di alle neun Standorte in Kassel, Fulda, Gießen, Hanau, Heusenstamm, Eschborn, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Rund 1200 Mitarbeiter der Call-Center und Servicemonteure seien ab 6.30 Uhr dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt, teilte ver.di-Sprecherin Brigitte Reinelt mit. Ab 9.00 Uhr würden sich weitere Beschäftigte den Warnstreiks, die den ganzen Tag über andauern sollen, anschließen. In Niedersachsen und Bremen haben rund 1600 Beschäftigte an elf Standorten ihre Arbeit niedergelegt, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Es gebe erhebliche Beeinträchtigungen etwa im Kundendienst.

Auch an allen größeren Telekom-Standorten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am Donnerstag mehr als 2000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. In Rheinland-Pfalz rechnet ver.di mit rund 1000 Teilnehmern und im Saarland mit 200 im. Mehrere hundert davon wollen den Angaben zufolge nach Köln reisen, um ihrem Unmut auf der Hauptversammlung der Telekom Luft zu machen.

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(dpa) / (jk)