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Erneute Milliardenofferte: Broadcom will Symantec übernehmen

Nachdem der Chiphersteller voriges Jahr erfolglos um einen Konkurrenten buhlte, streckt er erneut die Finger nach einem Softwareunternehmen.

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Symantec hat seinen Hauptsitz im kalifornischen Mountain View, betreibt aber unter anderem in Tel Aviv ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Die Angestellten dort werkeln anscheinend über den Dächern der Stadt.

(Bild: Symantec)

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Broadcom ist offenbar weiterhin auf Großeinkaufstour. Der US-amerikanische Chiphersteller will den Sicherheitssoftware-Hersteller Symantec übernehmen, berichten US-amerikanische Medien. Die beiden Unternehmen befänden sich in fortgeschrittenen Verhandlungen und könnten innerhalb der kommenden Wochen zu einer Einigung kommen. Von den Unternehmen selbst liegen noch keine Stellungnahmen dazu vor.

Symantecs Wert werde wohl auf 15 Milliarden US-Dollar taxiert, berichtet die New York Times und beruft sich dabei auf eingeweihte Personen. Voriges Jahr hatte Broadcom für 19 Milliarden US-Dollar den Softwarehersteller CA übernommen.

Die angebliche Offerte für Symantec spiegele Broadcoms Strategiewandel wider, nachdem voriges Jahr US-Präsident Donald Trump einen milliardenschweren Übernahmeversuch des Konkurrenten Qualcomm wegen nationaler Sicherheitsbedenken verhindert hatte, heißt es in dem Bericht. Unter anderem sollen Verbindungen von Tochterfirmen nach China den Ausschlag für Trumps Entscheidung gegeben haben. Nun recke Broadcom seinen Arm Richtung Softwarebranche, insbesondere nach dem Teil für "Infrastruktur-Software" für Unternehmen.

Symantec ist der größte Hersteller von Sicherheitssoftware der Welt. Seine Produkte werden von gut 350.000 Unternehmen und Organisationen und 50 Millionen Menschen beansprucht. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg zitiert einen Piper-Jaffray-Analysten, laut dem Symantec gut unter das Broadcom-Dach passe. Schon CA floriere dort prächtig. (anw)