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Erst Mond dann Mars: Trump-Regierung ändert Zielrichtung der NASA

Die USA wollen erst zum Mond zurückkehren und dort eine Präsenz errichten, bevor es zum Mars gehen soll. Das kündigte US-Vizepräsident Mike Pence an und forderte, dass sein Land wieder die Führung im Weltraum übernehmen solle.

Erst Mond dann Mars: Trump-Regierung ändert Zielrichtung der NASA

Unter Trump wird nun der Mond wieder zurück ins Visier geholt.

(Bild: NASA)

Die Vereinigten Staaten sollen erst wieder Menschen zum Mond schicken, bevor sie zur ersten Nation werden soll "die die Menschheit zum Mars bringt". Diese neue Zielrichtung für die US-Weltraumbehörde NASA hat Vizepräsident Mike Pence nun vorgegeben und damit die vielen Indizien der vergangenen Monate bestätigt. War unter Präsident Barack Obama noch der Mars das vorrangige Ziel gewesen, soll nun erst einmal der Mond im Fokus stehen. Insgesamt soll eine Vorherrschaft der USA im Weltraum erreicht werden: "Unter Präsident Trump wird Amerika im Weltraum wieder die Führung übernehmen", erklärte Pence in einem Gastartikel im Wall Street Journal.

Die Rückbesinnung auf den Mond – den zuletzt 1972 ein Mensch im Rahmen von Apollo 17 betreten hatte – war in den Monaten seit der Amtsübernahme von Donald Trump als US-Präsident absehbar geworden. Das Statement von Pence konkretisiert das nun. So zielt die gegenwärtige US-Regierung demnach auf eine Präsenz direkt auf dem Mond und nicht nur in dessen Orbit. Das sei im grundlegenden strategischen Interesse der Vereinigten Staaten. Außerdem spricht er klar davon, dass die USA "die erste Nation" werden sollten, die Menschen zum Mars bringen werden. Das klingt nicht nach der internationalen Kooperation, die sich im Fall der Internationalen Raumstation ISS bewährt hat und die wohl auch bei der Mondstation vorgesehen ist.

Die Ankündigung der großen Wende in der US-Raumfahrt ist außerdem gespickt mit Warnungen vor anderen Nationen, die den USA schaden würden. "Unsere Feinde entwickeln aggressiv Stör- und Hackingtechnik, die unsere militärische Überwachung, Navigation und Kommunikation lahmlegen könnten", schreibt Pence. Gleichzeitig bezahle sein Land Dutzende Millionen US-Dollar jedes Jahr für Transfers zur ISS, weil es keine eigene Rakete gebe. Amerika müsse deswegen im Himmel so dominant werden, wie auf der Erde. Um das zu erreichen, solle auch die Privatwirtschaft eingebunden werden, kündigt Pence mit Blick auf SpaceX und andere Raumfahrtkonzerne an.

(mho)

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