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Erste Alpha des BeOS-Nachfolgers Haiku

Der Haiku-Desktop

Nach acht Jahren Entwicklungszeit hat das Haiku-Projekt die erste Alpha des Open-Source-Betriebssystems freigegeben. Das als OpenBeOS gestartete Haiku ist ein schlankes PC-Betriebssystem, das die Tradition von BeOS fortführen will. Mit der Alpha 1 möchten die Entwickler einen "stabilen Schnappschuss der Entwicklung" für Tests durch Anwender verfügbar machen.

Haiku bringt eine Reihe von Anwendungen mit, darunter den Firefox-2.0-Port BeZilla, einen Mail-Client, ein einfaches Vektorgrafikprogramm und einen PDF-Viewer, mehrere Multimedia-Anwendungen sowie diverse Netzwerk- und Systemwerkzeuge. Auf der Kommandozeile steht ein Großteil der aus der Unix- und Linux-Welt gewohnten GNU-Tools zur Verfügung. Den Angaben zufolge reicht ein x86-Rechner mit 400-MHz-CPU, 128 MByte RAM und unter einem GByte Plattenplatz aus.

Haiku ist verfügbar als ISO-Image, das ein Live-System oder einen Installer startet, oder als fertige virtuelle Maschine für VMware. Vorsicht beim Installieren: Das Partitionierungstool ist nicht sehr ausgereift und installiert keinen Bootcode im MBR – am besten installiert man auf einer vorher eingerichteten Partitionen und verwendet entweder Grub zum Booten von Haiku oder schreibt nach Abschluss der Installation mit bootman einen MBR. Vor ersten Versuchen mit Haiku empfiehlt sich ein Blick in die Release Notes und in die Hardware-Datenbank. (Oliver Diedrich) / (odi)

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