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Erste Basen für schnelles Firmen-WLAN

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Motorola Solutions kündigt für das dritte Quartal WLAN-Access-Points an, die nach dem kommenden IEEE-Standard 802.11ac arbeiten: Der AP8232 ist für Betrieb in Gebäuden vorgesehen. Er funkt simultan im 2,4-GHz-Band nach IEEE 802.11n mit maximal 450 MBit/s brutto und auf 5 GHz mit bis zu 1300 MBit/s, nutzt also auf beiden Funkbändern drei räumliche Datenströme (3-Stream-MIMO).

Motorolas AP8232 lässt sich über USB-Ports seitlich mit Erweiterungen bestücken, etwa Klimasensoren, Überwachungskameras oder UMTS/LTE-Adaptern für Internet-Zugang.

(Bild: Motorola Solutions)

Über zwei USB-Ports kann man Erweiterungsmodule seitlich an den AP8232 anflanschen, beispielsweise Sensoren zur Klimaüberwachung, Überwachungskameras oder UMTS/LTE-Sticks für Internet-Zugang. Die AP-Variante 8222 verzichtet auf diese Erweiterbarkeit. Für Außeneinsatz soll das Modell 8263 taugen, das sogar mit drei Funkmodulen bestückt werden kann, wovon eines als passiver Sensor drahtlose Eindringlinge aufspüren soll (Wireless Intrusion Protection). Die APs sollen ab dem Herbst erhältlich sein, ihr Preis steht noch nicht fest.

Der Konkurrent Cisco war einen Tick schneller: Laut Mobility-Blog ist das schon vor einem Jahr angekündigte 11ac-Modul zum Aufrüsten von Access Points der Aironet-3600-Serie jetzt erhältlich. Zugleich kündigt Cisco die nächste Technik-Generation an (11ac Wave 2), die mit nochmals verdoppelter Funkkanalbreite (160 statt 80 MHz) den Brutto-Durchsatz auf 2600 MBit/s treiben und ab 2015 im Markt erscheinen soll.

Mit einem vierten räumlichen Datenstrom klettert der Maximaldurchsatz dann weiter auf 3500 MBit/s. Da aber schon bei 802.11n 3-Stream-Clients Seltenheitswert haben und 4-Stream-Client-Module gar nicht erschienen sind, dürften solche Adapter auch bei 11ac Raritäten bleiben. Viel eher werden 4-Stream-Basen bei 11ac Wave 2 ihre Kapazität ausspielen, indem sie mehrere Clients simultan bedienen (Multi-User-MIMO). (ea)