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Erste Beta von Firefox 4 kommt in neuem Gewand

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Die Mozilla-Entwickler haben die erste Betaversion ihres Web-Browsers Firefox 4 zum Download vorgelegt. Er ist bisher nur auf Englisch für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar. Der Web-Browser, der auf der Rendering Engine Gecko 2.0 basiert, ist nur für Testzwecke gedacht. Die Software wird zusammen mit einem Addon geliefert, durch den Nutzer über einen Mausklick auf einen Button rechts oben im Programmfenster eine Rückmeldung mitsamt Beurteilung abgeben können.

Firefox 4 unter Windows: Geraffte Menüs und die "Smart Location Bar"

In Firefox 4, der ursprünglich geplanten, aber nun übersprungenen Version 3.7, fließen einige Änderungen ein, die bereits seit einigen Monaten bei Mozilla diskutiert werden, und die beispielsweise zu einer konsistenteren, aufgeräumteren Gestaltung der Bedienoberfläche führen sollen. So befinden sich die Tabs nun – zunächst nur in der Windows-Version – oberhalb der Adresseingabezeile, der "Smart Location Bar". Ebenfalls nur in Windows Vista und Windows 7 wurde die Menüleiste durch einen "Firefox Button" ersetzt. Innerhalb der "Smart Location Bar" können die Nutzer zu bereits geöffneten Tabs wechseln. Die Bedienknöpfe für "Reload" und "Stop" wurden zusammengeführt. Ebenso wurde die Bookmarks Toolbar durch einen Bedienknopf ersetzt. Die Nutzer können aber selbst entscheiden, welche Darstellung sie angezeigt haben wollen.

Firefox 4 unterstützt das JavaScript-Interface WebGL zu OpenGL ES 2.0, diese Option ist aber in der Voreinstellung deaktiviert, sowie das Videoformat WebM. Ein neuer Addons Manager, dessen API neu programmiert wurde, soll für eine bessere Übersicht der installierten Erweiterungen sorgen. Die endgültige Erscheinung des Addons Managers soll sich noch bis zur finalen Version des Firefox 4 ändern. Erweiterungen können mit Hilfe von Mozillas neuer Plug-in-Technik JetPack entwickelt werden. Für eine bessere und vor allem schnellere JavaScript-Behandlung soll die Engine Jägermonkey sorgen.

Die erste Beta der vierten Version des Web-Browsers enthält auch den mit Firefox 3.6.4 eingeführten Absturzschutz für Flash-, Quicktime- oder Silverlight-Plug-ins. Aus Sicherheitsgründen ändert sich in Firefox der Umgang mit der CSS-Pseudoklasse :visited. Die Mozilla-Entwickler lassen für sie nur noch bestimmte Attribute zu. Die JavaScript-Methode getComputedStyle soll auch für besuchte Links die CSS-Attribute der unbesuchten liefern. Außerdem unterstützt der neue Firefox teilweise CSS3 Transitions und HTML5-Formulare. (anw)