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Erste Chips aus neuem AMD-Werk in Dresden

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Am heutigen Dienstag hat AMD in München bekannt gegeben, dass das im Oktober 2005 eingeweihte neue Werk "Fab 36" die Volumenproduktion von AMD-64-Prozessoren aufgenommen hat – wenn auch zunächst noch im bewährten 90-nm-Prozess. AMD berichtet von einer schon zu Produktionsbeginn hohen Ausbeute (yield rate) der neuen Fab. Die ersten Prozessoren aus der Produktion seien schon im März verkauft worden.

Um der großen Nachfrage nach AMD-Prozessoren nachzukommen, musste die alte Fab 30 den Ausstoß in kurzer Zeit kräftig erhöhen. Ausgelegt war die Fab 30 auf 20.000 Waferstarts (mit Wafern von 200 mm Durchmesser) im Monat, derzeit liegt ihr Durchsatz bei 30.000. Jetzt kommt die Fab 36 hinzu, die für 13.000 Waferstarts pro Monat ausgelegt ist – allerdings für Wafer mit 300 mm Durchmesser. Hier werden zunächst Athlon-64- und Sempron-Prozessoren gefertigt.

Parallel dazu werden in der Fab 36 Testchips in 65-nm-Technik produziert. Laut AMD liegt das Team gut im Plan, sodass wie vorgesehen in der zweiten Jahreshälfte 2006 mit den ersten 65-nm-Produkten zu rechnen ist. Die komplette Umstellung auf den 65-nm-Prozess soll dann Mitte 2007 abgeschlossen sein.

Intel hat auf dem letzten IDF schon Prozessoren seiner nächsten beziehungsweise übernächsten 65-nm-Generation – angekündigt fürs dritte Quartal – den aktuellen 90-nm-Prozessoren von AMD gegenübergestellt. Doch weiß man derzeit nicht, wie stark sich der von AMD gemeinsam mit IBM entwickelte 65-nm-Prozess auf Energieverbrauch und mögliche Taktfrequenz auswirken wird. Man erwartet eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz, sodass die Karten im Performance-pro-Watt-Wettbewerb zwischen Intel und AMD gegen Ende des Jahres wieder neu gemischt werden dürften. (as)