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Erste PCIe-4.0-SSDs: Corsair Force MP600 ab 265 Euro verfügbar

Zum Start von AMDs Ryzen 3000 gelangen die ersten SSDs mit PCI Express 4.0 auf den Markt. Corsairs Force MP600 erreicht fast 5 GB/s.

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(Bild: Corsair)

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Bei den SSDs im Steckkartenformat M.2 steht ein Wechsel auf den PCI-Express-Standard 4.0 an, der höhere Geschwindigkeiten ermöglicht als PCIe 3.0 – bei vier Lanes 8 statt knapp 4 GB/s. Die Force MP600 von Corsair stellt das erste im deutschen Handel verfügbare Modell dar. Corsair legt die SSD in zwei Kapazitäten mit 1 und 2 TByte auf. Kleinere Varianten mit PCIe 4.0 werden die Hersteller nur vereinzelt anbieten, weil sich die hohe Bandbreite nur durch eine Parallelisierung mit vielen Speicherchips ausnutzen lässt. Kärtchen mit 500 GByte können das schnelle Interface nur schwer ausnutzen.

Die Force MP600 mit 1 TByte kostet 265 Euro (ab 249,27 €), das Modell mit 2 TByte knapp 500 Euro (ab 464,09 €). Ein Gigabyte schlägt also mit rund 25 Cent zu Buche. Der Vorgänger, die Force MP510, kommt auf 13 Cent pro GByte und auch andere Hersteller rufen ähnliche Preise auf. Ein erster Rutsch ist schon bald zu erwarten, da Corsair selbst Preisempfehlungen von 250 Euro (1 TByte) beziehungsweise 450 Euro (2 TByte) angibt.

(Bild: Corsair)

Alle bisherigen PCIe-4.0-SSDs nutzen einen Phison-Controller des Typs PS5016-E16, darunter auch Corsair mit der Force MP600. Der PS5016-E16 stellt eine aktualisierte Variante des bisherigen PS5012-E12 dar: Acht ARM-Kerne übermitteln die Daten mittels acht Kanälen an die Speicherchips. Neu ist lediglich die Anbindung über PCIe 4.0 statt 3.0.

Inzwischen nennt Corsair sämtliche Spezifikationen auf seiner Produktseite. Diese zeigen, dass die PCIe-4.0-SSDs vor allem bei den sequenziellen Transferraten schneller arbeiten als ihre Vorgänger. Kopiervorgänge mit bis zu 4,95 GB/s lesend und 4,25 GB/s schreibend wurden schon auf der Computex demonstriert. Die Zufallszugriffswerte, von denen zum Beispiel die benötigte Zeit für einen Programmstart abhängt, landen bei einem Plus von rund zehn Prozent. Corsair gibt bis zu 680.000 IOPS lesend und 600.000 IOPS schreibend an. Die Force MP510 erreicht Werte von 610.000/570.000 IOPS.

In den kommenden Tagen möchten weitere Hersteller ihre PCIe-4.0-SSDs anbieten. Unter anderem hat Gigabyte die Aorus NVMe Gen4 angekündigt, PNY die CS4040. Die Micron-Tochter Crucial entwickelt zurzeit einen hauseigenen SSD-Controller mit PCIe 4.0 und benötigt dafür mehr Zeit. Adata möchte in Zukunft den SM2267 von Silicon Motion einsetzen. Die hohen Transferraten lassen sich nur mit einem System ausnutzen, dessen Prozessor und Mainboard PCIe 4.0 unterstützen. AMD ist mit Ryzen 3000 und dem X570-Chip bislang der einzige Chiphersteller, der PCIe 4.0 anbietet.

(mma)