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Erste Radeon HD 7990: 4096 Kerne, 8 TFlops, 525 Watt, 1000 Euro

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Powercolors Radeon HD 7990 schafft über 8 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde und darf bis zu 525 Watt aufnehmen.

(Bild: PCS/heise)

Als erster Hersteller will Powercolor die zu DirectX 11.1 kompatible Dual-GPU-Grafikkarte Radeon HD 7990 in der ersten Septemberwoche auf den Markt bringen. Auf der als "Devil13 HD7990" bezeichneten Highend-Karte sitzen zwei über einen PCIe-3.0-Switch verbundene Tahiti-Grafikchips mit jeweils 2048 Shader-Rechenkernen. Sie laufen mit 925 MHz und damit genau so schnell wie auf der Single-GPU-Grafikkarte Radeon HD 7970.

Jede GPU greift über 384 Datenleitungen auf 3 GByte GDDR5-Speicher zu, der mit 2750 MHz arbeitet. Über einen kleinen Knopf lässt sich auf ein zweites BIOS umschalten, das die GPU-Taktfrequenz auf 1 GHz anhebt, den Speichertakt aber nicht verändert. Dann schafft die Karte theoretisch 8,19 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde (TFlops) bei einfacher Genauigkeit (DP: 2 TFlops).

Die Grafikkarte versorgt sich über gleich drei 8-Pin-Stromstecker und darf daher unter Last insgesamt 525 Watt verheizen (3 × 150 Watt plus 1 × 75 Watt PCIe-Slot). Powercolor empfiehlt zum Betrieb der Karte mindestens ein 850-Watt-Netzteil. Über den CrossFire-Anschluss lässt sich die Karte noch mit einer weiteren zusammenschalten.

Auf der Platine sitzen zwei Tahiti-Grafikchips, die mit 925 MHz laufen - oder nach Betätigen des roten Knopfen mit 1000 MHz.

(Bild: heise online/c't)

Leistungsmäßig tritt sie in Konkurrenz zu Nvidias Dual-GPU-Flaggschiff GeForce GTX 690, die ab 930 Euro erhältlich ist. Ob AMD überhaupt noch die schon oft verschobene und ursprünglich für März 2012 geplante Referenzausführung der Radeon HD 7990 vorstellen will, ist ungewiss. Die Firma wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Durch das aufwendige Kühlsystem belegt die Devil13 HD7990 gleich drei Steckplätze. Drei Lüfter führen die Wärme der beiden Grafikchips mithilfe von zehn Heatpipes ab. Mit einer Länge von 31,5 Zentimetern passt die Karte nur in manche Gehäuse – oft dürften etwa Festplattenkäfige im Weg sein. Displays steuert sie über je einen Dual- und Single-Link-DVI-Anschluss, eine HDMI-Buchse (1.4a 3 GHz) und zwei Mini-DisplayPorts (1.2 HBR) an. Via HDMI und DisplayPort gibt die Karte bis zu 4096×2160 Bildpunkte aus.

Die Konkurrenz: Nvidias GeForce GTX 690 treiben zwei Kepler-GPUs an.

(Bild: Nvidia)

Powercolor zeigte einen Prototypen der Grafikkarte bereits auf der Computex im Juni 2012, damals noch unter dem Namen Radeon HD 7970 X2 Devil 13. Die Karte soll in limitierten Stückzahlen ab der ersten Septemberwoche erhältlich sein und über 1000 Euro kosten. (mfi)