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Erste Sharehoster blasen zum Rückzug

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Am Sonntag nachmittag hat der Sharehoster FileSonic ohne weitere Angaben die Sharing-Funktion seines Angebots abgeschaltet. Künftig lässt der Hoster nur noch Inhaber ihre selbst hochgeladenen Dateien herunterladen. Besucher der Website werden derzeit mit dem Hinweis begrüßt: "All sharing functionality on FileSonic is now disabled. Our service can only be used to upload and retrieve files that you have uploaded personally."

Eine kurze Nachricht auf der FileSonic-Homepage informiert Kunden über die Einschränkung des Dienstes.

Bisher funktionierte FileSonic wie dutzende andere Sharehoster auch: Wer den Link zu einer Datei kannte, konnte sie herunterladen; Uploader beliebter Dateien wurden mit Prozenten belohnt.

Bereits am Freitag zog der Konkurrent Uploaded.to eigene Konsequenzen: Für US-Anwender ist der Dienst seitdem gesperrt; im Ausland funktioniert das Angebot weiterhin. Auch andere Sharehoster reagieren: Unter anderem beendete Fileserve am Freitag sein Partner-Programm, das Uploader beliebter Dateien auszahlte. Der Link dorthin führt nur noch auf eine Fehlermeldung.

Uploaded.to sperrt US-Nutzer aus.

[Update:]Seit Montag nachmittag erlaubt FileServe nur noch den ursprünglichen Uploadern den Download ihrer Dateien. Das Herunterladen fremder Dateien ist gesperrt. Dem Vernehmen nach hat auch der Sharehoster Filejungle sein Affiliate-Programm ohne Vorwarnung eingestellt.[/Update]

Die Einschränkungen der Dienste dürften Reaktionen der Betreiber auf die Schließung des Sharehosters Megaupload am vergangenen Donnerstag sein. In einer konzertierten Aktion beschlagnahmte das FBI Server des Sharehosters und ließ vier führende Mitarbeiter der Firma in Neuseeland verhaften, darunter auch den Deutschen Kim Schmitz. (ghi)