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Tarifstreit: Erste Tarifrunde bei T-Systems endet ergebnislos, Verdi fordert besseres Angebot

Die Gewerkschaft Verdi fordert für Mitarbeiter der T-Systems 5,5 Prozent mehr Gehalt und orientiert sich damit an den Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Muttergesellschaft Deutsche Telekom.

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T-Systems

(Bild: dpa, Frank Rumpenhorst)

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Die erste Runde der Tarifgespräche bei der Telekom-Großkundensparte T-Systems ist am Donnerstag ergebnislos verlaufen. Ein konkretes Angebot gebe es noch nicht, teilte die Gewerkschaft Verdi am Abend nach dem Abschluss der Verhandlungen in Bonn mit. Sie erwarte nun "ein gutes Angebot" von dem Unternehmen, hieß es. Verdi verlangt für die etwa 11.000 Tarifmitarbeiter 5,5 Prozent mehr Geld, die Laufzeit soll bei einem Jahr liegen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 2. Mai geplant.

Vorbild Telekom

Nach Meinung der Arbeitnehmervertretung gebe es angesichts der "Entwicklung im Gesamtkonzern Deutsche Telekom Nachholbedarf bei der T-Systems". Mitglieder des Betriebsrats hatten zuletzt auch vor einer Aufspaltung und möglichen Teilverkäufen der Telekom-Tochter gewarnt.

In den im Februar angelaufenen Verhandlungen mit der Konzernmutter fordert Verdi für die rund 55.000 Tarifbeschäftigten ebenfalls ein Entgelt-Plus von 5,5 Prozent für zwölf Monate. Im Zuge des Telekom-Tarifstreits kam es zunächst zu Warnstreiks, danach auch zu vollschichtigen Arbeitsniederlegungen. Die Telekom hat daraufhin ein Angebot von zwei Prozent über eine Laufzeit von 28 Monaten unterbreitet. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. April angesetzt. (olb)

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