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Erste Vectoring-Standorte und Umstellungspläne von Vodafone

Wo und wann Vodafone die schnellen Vectoring-Anschlüsse anbieten will, verrät der Konzern bisher nur eingeschränkt. Jetzt liegt heise Netze eine Liste mit Ausbaugebieten vor. Dort sollen alle Teilnehmer neue Router erhalten.

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Der Vodafone-Router Easybox 904 xDSL arbeitet mit Vectoring-Anschlüssen bei bis zu 100 MBit/s in Empfangsrichtung zusammen. Obwohl die Anschlüsse in den neuen Ausbaugebieten nur noch mit Vectoring versorgt werden, erhalten Nutzer jedoch die vorher gebuchte Geschwindigkeit.

(Bild: Vodafone)

Laut Informationen, die heise Netze von einem Händler erhalten hat, will Vodafone insgesamt 14 Orte bis spätestens zum 20. August auf VDSL-Vectoring umstellen. In 9 weiteren Gebieten ist das anscheinend bereits geschehen. Kunden in den Vectoring-Gebieten sollen künftig bis zu 100 MBit/s in Empfangsrichtung und 40 MBit/s in Senderichtung beziehen können. Zuvor hatte Vodafone VDSL-Anschlüsse mit maximal 50 MBit/s im Programm. Für 100-MBit/s-Anschlüsse verlangt Vodafone nun einen monatlichen Aufpreis von 20 Euro. Diese Information deckt sich mit den Preisen auf der Vodafone-Seite. Firmenkunden sollen für die Option monatlich 10 Euro zusätzlich zahlen, die Mehrwertsteuer gibt Vodafone dabei aber nicht an.

Laut der Quelle sind in allen Vectoring-Ausbaugebieten von Vodafone neue Router erforderlich, weil dort die Anschlüsse nur noch per VDSL-Vectoring versorgt werden. Die gebuchten Geschwindigkeiten ändern sich natürlich nicht, aber Bestandskunden sollen den Vectoring-fähigen Router Easybox 904 xDSL noch vor der definitiven Umstellung der Anschlussgebiete auf den Vectoring-Betrieb erhalten.

Per Vectoring-Technik lassen sich die Nebensprechstörungen eines Kabelbündels minimieren. Nach aktueller Auslegung der Bundesnetzagentur, wird die dafür erforderliche Technik in die Kabelverzweiger eingebaut und immer nur ein Netzbetreiber kontrolliert einen Verzweiger. Daraus entsteht ein Wettbewerb um die lukrativen Kabelverzweiger des Landes.

Bei der Vectoring-Technik installiert der Internet-Anbieter im Kabelverzweiger einen Vectoring-DSLAM, welcher Datenströme benachbarter Kupferadern aufeinander abstimmt und so Übersprechstörungen mindert. Das verbessert die Signalqualität und damit auch die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit.

Bis zum 20. August plant Vodafone die Umrüstung in Hilden, Velten, Kiel, Gifhorn, Löhne, Zweibrücken, Neuhof, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Tübingen, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach. In Wegberg, Wegberg-Rödgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Kleinmachnow, Rendsburg, Hosenfeld und Waldenbuch soll die Umstellung bereits abgeschlossen sein. Vodafone hat zuvor nur die Standorte Hilden, Kiel, Tübingen und Offenburg in einem Blog-Eintrag als Vectoring-Gebiete bezeichnet. (fkn)