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Erste Verurteilung im Fall der Nigeria-Connection

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Im bislang größten Betrugsfall der nigerianischen Geschichte gab es die erste Verurteilung wegen E-Mail-Betrugs nach der Einführung der Economic and Financial Crimes Comission (EFCC) in Nigeria Ende 2003. Zusammen mit ihrem Mann und einem weiteren Mitstreiter hat die Nigerianerin Amaka Anajemba die brasilianische Banco Noroeste um rund 242 Millionen US-Dollar erleichtert, heißt es in Medienberichten. Mit dem Geld sollte angeblich ein Flugplatz in Nigerias Hauptstadt Abuja gebaut werden.

Da sich Amaka Anajemba im Gegensatz zu den beiden anderen Angeklagten für schuldig bekannt hat, erhielt sie eine relativ kurze Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Davon muss sie jedoch nur noch ein Jahr absitzen, da sie seit Januar 2004 in Untersuchungshaft ist. Weiterhin muss sie den Berichten zufolge zwischen 45 und 48,5 Millionen US-Dollar an die Bank zurückzahlen, 5 Millionen US-Dollar an die Regierung Nigerias übergeben und eine Strafe von 15.000 US-Dollar zahlen. Die Urteile für die nicht geständigen Männer werden voraussichtlich im September gefällt, wenn ihre Fälle verhandelt werden.

Diese Entscheidung ist die erste Erfolgsgeschichte der EFCC, seit sie ihre Arbeit aufgenommen hat. Hiervon dürfte es bald schon weitaus mehr geben, denn zurzeit sind in 100 weiteren Fällen 500 Verdächtige in Haft und weitere 500 Personen stehen unter Beobachtung.

Zu den Hintergründen der Nigeria-Connection siehe auch: (dmk)