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Erste Z370-Mainboards für Intel Core i-8000 tauchen auf

Gigabyte Z370 Aorus Gaming 7

Gigabyte Z370 Aorus Gaming 7

(Bild: Gigabyte)

Der Mainboard-Hersteller Gigabyte veröffentlicht Spezifikationen zu Z370 Aorus Gaming 7 und Z370 Aorus Ultra Gaming.

Die heutige Ankündigung des Sechskerners Intel Core i7-8700K [1] und fünf weiterer Coffee-Lake-Chips für Desktop-PCs hat auch die Mainboard-Hersteller überrascht. Einige reagieren nun und stellen ihre ersten LGA1151-Mainboards mit dem Chipsatz Z370 ebenfalls vor – etwa Gigabyte das Z370 Aorus Gaming 7 [2] sowie das Z370 Aorus Ultra Gaming [3].

Wie erwartet [4], gibt es beim Funktionsumfang außer der Coffee-Lake-Kompatibilität keine relevanten Änderungen zum Z270 für Kaby Lake [5]. Die beiden Boards liegen eher im oberen Preissegment – Preise verrät Gigabyte bisher nicht – und sind recht üppig ausgestattet. Ins Auge fallen vor allem bunte RGB-LEDs; zusätzlich lassen sich LED-Strips an Pfostensteckern für RGB-/RGBW-Streifen sowie für welche mit WS2811/WS2812-Controllern anschließen.

Die 16 PCIe-3.0-Lanes des Prozessors können beide Boards auf zwei PCIe-x16-Slots aufteilen, dann mit je 8 Lanes. Die jeweils dritte PCIe-x16-Slot hängt mit vier PCIe-3.0-Lanes am Chipsatz; er ist nur dann nutzbar, wenn die zweite M.2-Slot frei bleibt, der dieselben Flexible-I/O-Leitungen verwendet.

Onboard-Anschluss für USB Typ C

Onboard-Anschluss für USB Typ C

Weil auch der Z370 Platform Controller Hub (PCH) ohne USB-3.1-Gen-2-Controller auskommen muss, lötet Gigabyte den Asmedia ASM3142 auf die Boards. Der ist für die zwei rückseitigen SuperSpeedPlus-Buchsen zuständig, also je einmal USB Typ C und USB Typ A. Das Z370 Aorus Gaming 7 hat sogar einen zweiten ASM3142 für die interne USB-C-Buchse, die zum Anschluss eines USB-C-Frontpanels [6] im Gehäuse gedacht ist.

Wie auf vielen anderen aktuellen Mainboards verwendet Gigabyte auch auf diesen ersten Z370-Boards den Realtek-Soundchip RTL1220, den Realtek selbst bisher nicht dokumentiert. Auf das Z370 Aorus Gaming 7 lötet Gigabyte außerdem den aufwendigen Digital-Analog-Konverter ESS Sabre32 ES9018 [7].

Gigabyte weist auch darauf hin, besonders gegen Schwefel geschützte SMD-Widerstände zu verwenden. Diese "Anti-Sulfur Resistors" sollen in Gegenden mit stark verschmutzter Umgebungsluft länger leben: Schwefelgas wie Schwefelwasserstoff kann an Silberkontakten zu Schäden führen [8]. Die vor einigen Jahren häufiger beworbende "Dehumidifier"-Funktion [9] scheint hingegen bei Mainboard-Herstellern wieder aus der Mode gekommen zu sein. (ciw [10])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3840252

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Intel-Core-i7-8700K-mit-sechs-Kernen-und-4-7-GHz-3839741.html
[2] https://www.gigabyte.com/Motherboard/Z370-AORUS-Gaming-7-rev-10#kf
[3] https://www.gigabyte.com/Motherboard/Z370-AORUS-Ultra-Gaming-rev-10#kf
[4] https://www.heise.de/meldung/Intels-kommende-Sechskerner-zunaechst-mit-Chipsatz-Aufguss-3792919.html
[5] https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-5-LGA1151-Mainboards-mit-B250-H270-und-Z270-Chipsatz-fuer-Kaby-Lake-und-Skylake-Prozessoren-3623556.html
[6] https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-6-Hardware-USB-3637992.html
[7] http://www.esstech.com/index.php/en/products/sabre-digital-analog-converters/audiophile-dacs/classic-sabre-8-channel-dacs/es9018/
[8] http://www.rohm.de/web/de/r_what12
[9] http://www.heise.de/ct/hotline/Mainboard-mit-Dehumidifier-2107699.html
[10] mailto:ciw@ct.de