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Erste deutsche HD DVD erschienen

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Mit "Elephants Dream" ist die erste deutsche HD DVD ab heute offiziell erhältlich. Der von der Imagion AG in Trierweiler produzierte Titel ist zugleich der erste europäische Titel in dem DVD-Nachfolgeformat. "Elephants Dream" hat im Rennen um die erste deutsche HD DVD damit knapp die Nixbu-Produktion "Der Geist von Mae Nak" geschlagen.

Nach eigenen Angaben war es Ziel des deutschen Authoring-Studios, mit dieser frühen Veröffentlichung ein Referenzprodukt zu schaffen, das eine Vielzahl der Möglichkeiten des neuen Formats demonstriert. Bereichert wird das in voller High-Definition-Auflösung (1080p) gespeicherte Video daher um zahlreiches Bonusmaterial: Neben mehreren Audiokommentaren, Untertiteln und Making Of ist beispielsweise auch ein "Script to Scene"-Feature enthalten. Highlights der Disc sind aber neben einem "Picture in Picture"-Making Of, das synchron zum Film abläuft und frei auf dem Bildschirm positioniert werden kann, die unterschiedlichen Encoding-Varianten: So ist der Hauptfilm als VC-1- und MPEG-2-Video auf der Disc enthalten. Laut Entwickler ist es damit möglich, die Qualität der beiden Formate direkt zu vergleichen. "Wir haben uns mit der Produktion dieser HD DVD zu so einem frühen Stadium sicherlich sehr weit aus dem Fenster gelehnt, da wir viele der neuen Funktionen nutzen wollten", meint Michael Becker, Initiator des Projekts und Vorstand der Imagion AG (Technical Services), der das gesamte Imagion Team durch den oft schwierigen Prozess der letzten Wochen führte.

Detaillierte Informationen, zahlreiche Menü-Screens, Demo-Video und Making Of der Elephants Dream HD DVD sind auf der eigens eingerichteten Webseite verfügbar. Hier kann die HD DVD auch direkt für 14,90 Euro plus Versand online bestellt werden. Pünktlich zum Erscheinen der ersten europäischen HD-DVD-Player im Herbst soll die Disc auch im Handel erhältlich sein. Neben der HD-DVD-Version von "Elephants Dream" entwickelt die Imagion AG parallel eine Blu-ray Disc, die ebenfalls in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.

Der computergenerierte Kurzfilm "Elephants Dream", der hauptsächlich mit freier Software erstellt wurde, sorgt bereits seit einigen Wochen weltweit für großes Interesse und erfreut sich einer ständig wachsenden Fangemeinde: Proog (Tygo Gernandt) nimmt den jungen Emo (Cas Jansen) mit auf eine Reise in die Tiefen einer surrealen Maschinenwelt. Das ungleiche Paar schlägt sich durch zum scheinbar sichersten Platz in der ganzen Maschine, der jedoch ebenfalls einige Überraschungen bereithält. Ein Interview zu dem Filmprojekt ist in der aktuellen c't 17/06 erschienen.. (nij)

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