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CES

Erster 3D-tauglicher Blu-ray-Player kommt offenbar von Samsung

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Nicht immer ist eine Auszeichnung ein Segen – vor allem, wenn dadurch ein Gerät als Preisträger in einer Auflistung auftaucht, das eigentlich erst später angekündigt werden sollte. So aktuell geschehen bei Samsungs BD-C6900, der in einer am Dienstag parallel zur "CES Unveiled" verteilten Publikation schon einmal als "erster 3D-tauglicher Blu-ray-Player der Welt" in der Kategorie "Videokomponenten" der "Best Of Innovations 2010" aufgeführt ist – einen Tag vor der CES-Pressekonferenz des Unternehmens. Viel weiter reichen die Informationen zu dem Gerät jedoch nicht: Angemerkt ist lediglich, dass das Gerät auch ansonsten eine Topqualität bei Bild und Ton bieten soll, was vermutlich bedeutet, dass der BD-C6900 im oberen Preissegment angesiedelt ist. Allerdings ist von Samsung bei Berücksichtigung der bisherigen Preispolitik des Unternehmens wohl kein Modell für mehrere tausend Euro zu erwarten.

Schließlich lobt der Text noch die "Connectivity Features" des Modells. Tatsächlich sind bereits aktuelle Blu-ray-Player des Unternehmens in der Lage, das Videoportal YouTube anzusteuern und Clips auf dem Fernseher wiederzugeben. Zu hoffen ist jedoch, dass der BD-C6900 als Streaming-Client im Heimnetzwerk eine bessere Figur macht als seine Vorgänger. Die besitzen keine DLNA-Zertifizierung, sondern arbeiten mit SMB-Freigaben – was in Tests allerdings eher leidlich funktionierte.

Der BD-C6900 dürfte auf der am Donnerstag startenden CES allerdings nicht der einzige 3D-taugliche Player bleiben; wahrscheinlich werden zumindest auch Panasonic und Sony entsprechende Modelle ankündigen. Und von Sony wird eigentlich erwartet, dass sich der Konzern konkret zu dem angekündigten 3D-Update für seine Spielkonsole Playstation 3 äußert.

Die kommenden 3D-tauglichen Blu-ray-Player werden voraussichtlich alle mit einer Videoschnittstelle nach der HDMI-Fassung 1.4 ausgestattet sein, über die sie ein 3D-Flag an passende Fernseher mitschicken können. Jeff Soo H. Park, Business Development Manager bei HDMI Licensing LLC, erklärte im Gespräch mit heise online allerdings, dass sich auch mancher HDMI-1.3-Chip mittels eines Software-Updates mit dieser Funktion nachrüsten ließen. Allerdings erwartet praktisch niemand, dass Hersteller tatsächlich bei Stand-alone-Geräten diesen Weg wählen. Zu verlockend ist die Möglichkeit, über 3D eine neue Gerätegeneration ins Leben zu rufen. Denkbar hält Park den Update-Weg aber bei Digital-TV-Empfängern, die auf diese Weise für kommende 3D-Übertragungen fit gemacht werden könnten. Da diese Boxen sowieso von Pay-TV-Anbietern subventioniert werden, bestünde von den Providern wohl ein eindeutiges Interesse an einer preisgünstigen Umrüstung. (nij)