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Erster LPDDR5-RAM für High-End-Smartphones ist schneller und sparsamer

Samsung hat die Serienproduktion von LPDDR5-RAM begonnen, der rund 30 Prozent höher taktet als der bisher schnellste Smartphone-Speicher.

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Render-Bild von Samsungs LPDDR5-RAM

(Bild: Samsung)

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High-End-Smartphones werden ab dem Jahr 2020 (auch) Arbeitsspeicher des neuen Standards LPDDR5 nutzen. Die ersten Module produziert inzwischen Samsung: Der Hersteller möchte zu Beginn acht 12 Gigabit große LPDDR5-5500-Chips zu einem großen Package vereinen. Hersteller können ihre Smartphones entsprechend mit 12 GByte RAM ausstatten. Neben der Kapazität weist LPDDR5 Vorteile bei der Geschwindigkeit und der Leistungsaufnahme auf.

Ein LPDDR5-5500-Modul kommt auf eine Transferrate von 44 Gigabyte pro Sekunde an den 64 Datenleitungen, mit denen der RAM typischerweise an einem Smartphone-Prozessor angebunden ist. Der bisher schnellste LPDDR4X-RAM läuft mit 2.133 MHz (LPDDR4X-4266), also gut 20 Prozent langsamer.

Dank der moderneren Chipfertigung in der 10-nm-Klasse (sie inkludiert alles bis 19 nm) und einer niedrigeren Betriebsspannung von 1,05 Volt arbeitet der Speicher gleichzeitig sparsamer – Samsung spricht von einer 30 Prozent niedrigeren Leistungsaufnahme gegenüber LPDDR4X-4266. Hier liegt der größte Vorteil für Smartphones, weil es der Akkulaufzeit zugutekommt. Von dem Durchsatz würden eher schnellere Tablets und zum Beispiel mobile Konsolen wie die Nintendo Switch profitieren.

Samsung möchte die LPDDR5-Produktion nächstes Jahr weiter ausfahren. 2020 sollen auch 16 Gigabit große Speicherchips folgen, die 16 GByte RAM in einem Package ermöglichen. Der Standard ist bis LPDDR5-6400 bei 1,1 Volt spezifiziert – die höchsten Geschwindigkeiten einer Generation werden erfahrungsgemäß aber erst später erreicht. (mma)