Menü

Erster Release Candidate des Service Pack 3 für Windows XP

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 173 Beiträge
Von

Kurz nachdem Microsoft den ersten Release Candidate (RC) des Service Pack 1 für Windows Vista fertiggestellt hat, folgt nun der RC1 des Service Pack 3 für Windows XP. Als Release Candidate (RC) bezeichnet Microsoft üblicherweise Vorabversionen, deren Funktionsumfang komplett ist und die nur noch auf Fehler geprüft werden sollen.

Das rund 340 MByte große Komplettpaket steht derzeit offiziell nur registrierten Beta-Testern über Microsofts connect-Website zur Verfügung. Es aktualisiert alle 32-bittigen XP-Versionen von Home bis Professional. Außer der deutschsprachigen stehen dort auch eine englische und japanische Version zum Download bereit. Zusätzlich ist dort ein Skript zu finden, welches eine Zeichenfolge zur Registry hinzufügt, um auf jedem beliebigen XP eine an das jeweilige XP angepasste Version des RC1 via Windows Update zu bekommen (Download-Größe auf einem XP Professional: rund 91 MByte). Bei einem ersten Test scheiterte die Installation auf diesem Wege jedoch.

Das SP3 wird wie gewohnt alle bisher erschienenen Patches und Updates enthalten, also auch die, die bereits bei den Vorgängern enthalten waren. Insgesamt sind es laut Microsoft über 1000. Zudem rüstet es einige bereits separat erhältliche Zusätze nach wie Background Intelligent Transfer Service (Bits) 2.5, Windows Installer 3.1, Management-Console (MMC) 3.0 oder Core XML Services 6.0. Neu sind unter anderem die Integration der bereits von Vista bekannten Network Access Protection (NAP), die im Zusammenspiel mit einem Server 2008 etwa nur dann den Zugang ins lokale Netz erlaubt, wenn er von einem PC mit Windows auf dem aktuellen Patchlevel erfolgt.

Im Unterschied zum kommenden Service Pack 1 für Windows Vista ist es mit dem Komplett-Paket des SP3 möglich, zusammen mit einer XP-CD ein Installationspaket zu erstellen, mit dem sich XP mit SP3 in einem Rutsch installieren lässt (Slipstream-Installation). Wie bei Vista soll dabei die Eingabe des Installationsschlüssels nicht mehr zwingend erforderlich sein.

Als Erscheinungstermin der finalen Version peilt Microsoft das erste Halbjahr 2008 an. Es soll das letzte Service Pack für Windows XP sein. Patches für von Microsoft als sicherheitskritisch eingestufte Probleme sollen aber noch bis mindestens bis 2014 kostenlos verfügbar sein. (axv)