Menü

Erster Spatenstich für Glasfasernetz in München

vorlesen Drucken Kommentare lesen 106 Beiträge

Der Münchner Netzbetreiber M-Net beginnt mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes, an das Haushalte direkt mit bis zu 100 MBit/s angeschlossen werden sollen. Nach einem Feldversuch mit Immobilien einer Wohnungsbaugesellschaft im Jahr 2007 erfolgt der Ausbau zunächst in den Stadtteilen Au und Neuhausen. Im Sommer sollen erste Kunden angeschlossen werden und der Ausbau auf das Westend ausgedehnt werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Ende des Jahres sollen rund 3000 Gebäude in der bayrischen Landeshauptstadt an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bis 2013 will der Carrier etwa die Hälfte der Münchener Haushalte mit einem direkten Glasfaserzugang versorgen können. Für den Ausbau der Netze in München und anderen Gemeinden investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben mehrere hundert Millionen Euro. Das Ziel sei dabei auch, mehr Kunden weg von der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Telekom auf eigene Infrastruktur zu migrieren und die TAL-Miete zu sparen.

M-Net legt die Glasfaser bis in den Keller der Gebäude (Fibre to the Building, FttB), wo das Signal von neuer Hardware an die im Haus bestehende Kupferverkabelung übergeben und mit bis zu 100 MBit/s in die Wohnungen transportiert wird. Wo bereits Glasfasern bis in die Wohnungen gelegt wurden (Fibre to the Home, FttH), etwa in Neubauten, sind Bandbreiten von 1 GBit/s und mehr möglich. Bei der internen Hausverkabelung werde die Glasfaser zunehmend eine Rolle spielen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Münchener Netzbetreiber kooperiert beim Glasfaserausbau in Augsburg mit der Telekom. Zuvor war das Unternehmen nach einem Richtungsstreit über die Verbandspolitik aus dem Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) ausgetreten. Zusammen mit Netcologne und anderen Netzbetreibern, die dem Breko ebenfalls den Rücken gekehrt hatten, gründete M-Net kürzlich den Bundesverband Glasfaser (Buglas). (vbr)