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Erster US-Fonds für Bitcoin

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Der erste Bitcoin-Fonds der USA ist auf den Markt gekommen. Das "Bitcoin Investment Trust" genannte Finanzvehikel der Investmentfirma Second Market soll institutionellen Investoren und besonders solventen Privatpersonen ein unkompliziertes Investment in die virtuelle Währung erlauben. Solvent heißt, dass private Investoren laut Bericht der New York Times mindestens über eine Million US-Dollar Vermögen verfügen oder in den vergangenen zwei Jahren ein Jahreseinkommen von jeweils mindestens 200.000 US-Dollar gehabt haben müssen.

Dank Einhaltung dieser von der US-Wertpapieraufsicht SEC gesetzten Schwelle kann Second Market ohne langwierigere Prüfungen mit dem Fonds an den Start gehen und auf dem eigenen, außerbörslichen Zweitmarkt Geld sammeln. Als Vorteil des Fonds führt Second Market an, dass sich die Investoren nicht mit Wallet-Anwendungen, unzuverlässigen Bitcoin-Wechselbörsen und der sicheren Speicherung ihres Guthaben auseinander setzen müssen. Mindest-Einlage sollen 25.000 US-Dollar sein.

Eigenen Angaben nach hat das Unternehmen bereits rund 2,25 Millionen US-Dollar in Bitcoins angelegt, die den Grundstock des Fonds bilden sollen. Ebenfalls soll Second Market bereits gute Beziehungen zu verschiedenen Wechselbörsen und wichtigen Akteuren der jungen Bitcoinwirtschaft unterhalten. Laut Bericht von CNN sitzt unter anderem Jon Matonis, der Vorsitzende des Lobby-Verbands Bitcoin-Foundation, im Beirat des Fonds.

Damit ist Second Market schneller als das Konkurrenzvorhaben der durch ihren Rechtsstreit mit Marc Zuckerberg bekanntgewordenen Winklevoss-Zwillinge: Die hatten im April bekannt gemacht, Bitcoins im Wert von rund 11 Millionen US-Dollar zu halten. Im Juli gingen die Brüder mit dem Plan an die Öffentlichkeit, ihr Bitcoin-Vermögen in einen Fonds umwandeln zu wollen. Dieser ist als ein auch Kleinanlegern zugänglicher börsengehandelter Fonds (ETF) gedacht, weshalb die SEC derzeit ausgiebig die Unterlagen prüft. Der weltweit erste Bitcoin-Fonds dürfte wohl der in Malta beheimatete Fonds der Firma Exante gewesen sein, der derzeit rund 90.000 Bitcoin (momentan rund 8,8 Millionen Euro) halten soll.

Ob sich Spekulationen auf den Bitcoin-Preis lohnen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Nach dem Gipfel von 266 US-Dollar und dem harten Absturz im April pendelte der Preis zunächst um die 100 US-Dollar und ist zuletzt wieder auf rund 137 US-Dollar an der derzeit größten Bitcoin-Börse Mt. Gox gestiegen.

Siehe dazu auch in c't 19/2013:

(axk)