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Erster Virus für die PSP aufgetaucht

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Seit dem Wochenende häufen sich auf verschiedenen Fanseiten rund um Sonys PlayStation Portable Meldungen über den ersten Virus für die Spielkonsole. Nach den Meldungen tarnt er sich als Firmware-Patcher der Gruppe PSP-Team und soll dieselbe Schwachstelle ausnutzen, die bereits von anderen Hackern für den Downgrader verwendet wird. Der Virus soll einige wichtige Dateien im Flash-ROM löschen, so dass die Konsole danach nicht mehr booten kann -- die 250 Euro teure Hardware kann also höchstens noch als Türstopper oder als Anschauungsobjekt modernen Industriedesigns genutzt werden. Ein Flashen ohne gebootetes Betriebssystem (vergleichbar mit einer Neuinstallation auf eine formatierte Festplatte beim PC) ist bei der PSP für Endkunden nicht möglich.

Bei HomeBrew-Software (also selbst geschriebene Programme, die unter älteren Betriebssystemversionen auf der PSP ausgeführt werden können) hatte Sony stets betont, dass durch das Ausführen sämtliche Garantieansprüche verloren gingen. Die Firmware-Version 2.01, die die Sicherheitslücke schließt, war bislang nur für japanische Konsolen erhältlich. Seit gestern Abend können immerhin auch US-Geräte über den integrierten Updater auf den neuesten Stand gebracht werden; für europäische Geräte ist aber weiterhin Version 2.00 aktuell. Somit ist eine Infizierung europäischer Konsolen derzeit noch möglich. Eine offizielle Stellungnahme seitens Sony zu dem Virus steht noch aus.

Immerhin enthält der Virus nach derzeitigem Kenntnisstand keine Routinen, über die er sich selbstständig (etwa per WLAN) verbreitet. Wer aber beispielsweise öfter Hintergrundbilder aus dem Internet lädt, könnte seine Konsole durchaus unbewusst zerstören: Die Sicherheitslücke befindet sich schließlich im Bildbetrachter. (mue)

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