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Esa vergibt Entwicklungsauftrag für neue Ariane-Rakete

Europa will seine Stellung beim Satellitentransport ins All sichern. Die neue Ariane-6-Rakete soll deshalb billiger fliegen. Zunächst gibt es aber eine Milliarden-Starthilfe vom Steuerzahler.

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Ariane-6-Rakete

(Bild: Esa)

Ariane 6 (6 Bilder)

Die Ariane 6 soll in zwei Konfiguartionen starten, einmal mit zwei Boostern (A62) und einmal mit vier (A64).
(Bild: ESA–D. Ducros, 2014)

Die Europäische Weltraumagentur (Esa) hat den Raketenbauer Airbus Safran Launchers (ASL) mit der Entwicklung der neuen Trägerrakete Ariane 6 beauftragt. Der Vertrag mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro sei am Mittwoch in Paris unterzeichnet worden, teilte die Esa mit. Der Nachfolger der Ariane 5 soll 2020 erstmals abheben und Satelliten deutlich günstiger ins All transportieren. So will Europa neuen Wettbewerbern wie dem amerikanischen Low-Cost-Anbieter SpaceX die Stirn bieten.

Die europäischen Raumfahrtminister hatten sich im Dezember auf die Entwicklung verständigt. Geplant sind zwei Modelle: Die kleinere Ariane 62 mit zwei Starttriebwerken und die größere Ariane 64 mit vier Boostern. Für die erste Entwicklungsphase sollen bis 2016 680 Millionen Euro fließen. Insgesamt betragen die Entwicklungskosten betragen nach Angaben von Airbus Safran Launchers allerdings drei Milliarden Euro. 400 Millionen Euro will die Industrie selbst besteuern. ASL ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerksherstellers Safran.

Die Esa unterzeichnete am Mittwoch auch den Vertrag für den Bau der Ariane-6-Startanlage am Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana, dafür erhält die französische Raumfahrtagentur CNES 600 Millionen Euro. Für 395 Millionen Euro soll zudem die Vega-Rakete, der kleinste europäische Lastenträger, weiterentwickelt werden.

[UPDATE, 12.08.2015, 17:25]

Falsche Zahlenangaben in der Meldung wurden korrigiert. (axk)

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