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Etappensieg für Apple

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Im Gerichtsstreit um die Veröffentlichung angeblicher geheimer Informationen zu neuen Apple-Produkten auf diversen Infosites zeichnet sich für den Computerhersteller Apple ein Erfolg ab. Ein Gericht im kalifornischen San Jose erließ einen vorläufigen Beschluss, nach dem Apple die erlangten Verfügungen durchsetzen kann. Eine endgültige Entscheidung wird allerdings erst für kommende Woche erwartet.

Apple hatte Verfügungen (PDF) gegen die Betreiber der Websites AppleInsider, PowerPage sowie ThinkSecret erwirkt, damit diese ihre Informationsquellen preisgeben. Auf den drei Websites waren interne Informationen unter anderem zu einer neuen Audio-Schnittstelle (Codename: "Asteroid") veröffentlicht worden. Der Computerhersteller vermutet, dass zur Geheimhaltung verpflichtete eigene Mitarbeiter die Entwicklungspläne in den Blogs der Infosites preisgegeben haben.

Vertreten werden die Site-Betreiber von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Anwälte der EFF zweifeln die Rechtmäßigkeit der Verfügungen an. Aus ihrer Sicht dienen Blogger dem öffentlichen Interesse, weshalb ihnen das Recht auf Informantenschutz zusteht. Die Anwälte betonen, dass die Veröffentlichungen auf PowerPage, Apple Insider und ThinkSecret eine breite Leserschaft ansprechen und dass sie von Journalisten häufig als Informationsquelle genutzt werden. (boi)

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