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Etappensieg für Darwin-Gegner

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Italienischen Grundschülern wird künftig nicht mehr die Darwinsche Evolutionslehre beigebracht. Das ist das Ergebnis einer Verordnung von Italiens Bildungsministerin Letizia Brichetto Arnaboldi Morattiberichtet das Berliner Deutschlandradio. Die Richtlinie, die Bestandteil einer umfangreichen Schulreform ist, wird mit der Veröffentlichung im Regierungsamtsblatt in Kraft treten. Das Das Nationalinstitut der Wissenschaften CNR erwägt dagegen eine Klage vor dem Verfassungsgerichtshof.

Mit der umstrittenen Entscheidung, die ein Zugeständnis an die katholische Bischofskonferenz sein soll, bekommt der eigentlich in den USA sehr viel virulentere Kreationismus auch ein europäisches Standbein. In den USA gibt es nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins Science mittlerweile juristische und politische Auseinandersetzungen über die Darstellung der Evolutionslehre in Schulen in 31 Bundesstaaten. Nachdem das oberste US-Gericht 1987 entschieden hatte, dass Kreationismus als religiöse Überzeugung keinen Platz im naturwissenschaftlichen Unterricht habe, versuchten die Gegner der Evolutionslehre unter dem Stichwort Intelligent Design eine "wissenschaftliche Kritik" der Darwinschen Lehre in den Unterricht zu drücken. Randy Moore, Biologe an der University of Minnesota schätzt, dass mittlerweile 15 bis 20 Prozent aller Lehrer an US-Highschools kreationistische Konzepte in ihrem Unterricht behandeln. (wst)

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