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Euro-Chaos beim Online-Banking

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Wenn zum Jahreswechsel die DM als Zahlungsmittel verschwindet, müssen auch Homebanking-Programme endgültig auf den Euro umstellen. Um Buchungsfehler zu vermeiden, sollte die Software weit mehr leisten als das bloße Umrechnen zwischen zwei Währungen. Doch in vielen Fällen droht ein wahres Euro-Chaos, hat c't in einem Test festgestellt.

Die Software sollte automatisch erkennen, wann die Bank auf Euro umstellt, was auch vor dem 31.12.2001 geschehen kann. Außerdem sollte sie mit beiden Währungen korrekt weiterarbeiten. Dieser Anforderung war außer Star-Money und win-data kein Homebanking-Programm gewachsen.

Einige Homebanking-Programme arbeiten nach der Umstellung weiterhin mit der alten Währung, und so kann es vorkommen, dass die Bank in der Folge einen Zugriff oder Überweisungen verweigert. Andere Programme erkennen bereits in Euro gebuchte Zahlungen nicht als solche und führen sie als DM-Beträge weiter, was ein heilloses Durcheinander sämtlicher Einträge nach sich ziehen kann.

Generell rät c't von einer vorzeitigen Euro-Umstellung der Bankkonten ab. Nach Möglichkeit sollte man zu dem Zeitpunkt, an dem die Bank umstellt, sein Konto innerhalb der Software abschließen und dann ein neues einrichten. Einige Programme rechnen bei der Umstellung sämtliche DM-Beträge in Euro um, was die Suche nach alten Buchungen kompliziert macht. Besonders hinderlich können die verschwundenen DM-Angaben bei der Steuererklärung 2001 sein, die manche Bundesländer komplett in der alten Währung anfordern. Ein Großteil des möglichen Euro-Chaos lässt sich mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und manuellen Korrekturen aber verhindern. (bb)/ (cp)