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Europa wird zum globalen Zentrum der Internet-Infrastruktur

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Europas Rolle in der globalen Internet-Infrastruktur wächst rapide. Zu diesem Fazit kommt das US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen TeleGeography nach der Auswertung seiner aktuellen Erhebungen. Allein im laufenden Jahr 2013 sei die Bandbreite zwischen Europa und den anderen Kontinenten um 18,5 TBit/s gestiegen. Den größten Kapazitätszuwachs registrierte TeleGeography zwischen Europa und Afrika. Nordafrika wickle 94 Prozent seines internationalen Datenverkehrs über Leitungen nach Europa ab. Vor zehn Jahren seien es noch 61 Prozent gewesen.

Warum Europa zum weltweit zentralen Internet-Hub werde, habe mehrere Gründe. Die IP-Transit-Preise seien hier so niedrig wie nirgendwo sonst. IP-Carrier hätten jede Menge Peering-Möglichkeiten. Außerdem sei die Infrastruktur mit den vielen Seekabel-Landestationen zuträglich. TeleGeography-Analyst Paul Brodsky erläutert: "Neu verlegte Kabel in Afrika und im Mittleren Osten haben es internationalen Providern ermöglicht, billigen IP-Transit direkt in die europäischen Großstädte zu leiten, ohne über den Umweg USA gehen zu müssen."

Global betrachtet verzeichnet TeleGeography ein ausgebremstes Wachstum der Infrastruktur. Die Bandbreite werde 2013 weltweit nur um 33 Prozent wachsen – 2009 seien es noch 63 Prozent gewesen. Im laufenden Jahr 2013 haben IP-Backbone-Provider demnach auf internationaler Ebene 26 TBit/s Bandbreite zugefügt. Dies sei aber mehr, als im Jahr 2009 insgesamt zur Verfügung gestanden habe. (hob)

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