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Europäer höchst besorgt über den Klimawandel

93 Prozent der EU-Bürger halten den Klimawandel für ein schwerwiegendes Problem, Bundeskanzlerin Merkel spricht von einer "Menschheitsherausforderung".

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(Bild: EU-Kommission)

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93 Prozent der Europäer halten den Klimawandel weltweit gesehen für ein "schwerwiegendes" und 79 Prozent für ein "sehr schwerwiegendes Problem". Nur Armut, Hunger und Trinkwassermangel sehen die EU-Bürger als noch größere Herausforderung an, geht aus einer Eurobarometer-Sonderumfrage der EU-Kommission hervor. Sorgen aufgrund des "internationalen Terrorismus" nennen sie gegenüber 2017 nicht mehr an zweiter, sondern nur noch an dritter Stelle.

Der Anteil der Europäer, die sich selbst um den Klimaschutz bemühen, hat in sämtlichen Mitgliedstaaten zugenommen und liegt derzeit im Schnitt bei 93 Prozent. 92 Prozent der Teilnehmer erwarten von ihren nationalen Regierungen, dass sie ihre eigenen Ziele in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie höher ansetzen. 84 Prozent drängen darauf, mehr öffentliche Mittel etwa für Solar-, Wind- oder Wasserkraft verfügbar zu machen. 72 Prozent meinen, dass sich verringerte Energieimporte positiv auf die Wirtschaft und die Energiesicherheit auswirkten.

Für Deutschland sind die Werte meist noch höher. 81 Prozent der Bundesbürger sehen den Klimawandel als sehr schwerwiegende Gefahr an. 71 Prozent geben hierzulande an, ihr Verhalten deswegen angepasst zu haben: 63 Prozent der Deutschen achten beim Kauf von Haushaltsgeräten auf einen niedrigen Energieverbrauch, 56 Prozent nutzen regelmäßig umweltfreundliche Alternativen zum eigenen Auto. Ein E-Auto hat ein Prozent gekauft.




Die Kommission sieht sich anhand der Resultate in ihrem Kurs bestätigt und verweist auf die Vorreiterrolle der EU im globalen Klimaschutz. So habe sie etwa einen rechtsverbindlichen Rahmen geschaffen, um den Zusagen im Pariser Klimaschutzabkommen nachzukommen. Angestrebt werde zudem eine emissionsarme Wirtschaft, die 2050 klimaneutral werden soll, also netto keine Treibhausgasemissionen mehr produziert. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Klimaschutz parallel im Bundestag als "Menschheitsherausforderung". Deutschland setze dabei "auf die Mechanismen der sozialen Marktwirtschaft". (anw)