Europäische Datenschutzbehörden erarbeiten Sanktionen gegen Google

Die Artikel-29-Gruppe der EU-Datenschützer hat ihre Untersuchungen zu Googles Umgang mit Nutzerdaten abgeschlossen. Nun sind die nationalen Behörden am Zug.

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Google wird nun zum Ziel der Sanktionen nationaler Datenschutzbehörden in Europa. Nachdem der Konzern eine letzte Chance ungenutzt ließ, den Forderungen der Datenschützer nachzukommen, werden nun die nationalen Behörden je nach der Gesetzeslage ihres Landes aktiv, heißt es in einer Mitteilung der französischen Datenschutzaufsichtsbehörde CNIL. Diese war in der Arbeitsgruppe der Artikel-29-Gruppe der EU-Datenschützer mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien und Großbritannien federführend.

Die Arbeitsgruppe hatte im Oktober 2012 einen Bericht vorgelegt, in dem Google dazu aufgefordert wurde, den Anwendern mehr Kontrolle über die Nutzung ihrer Daten durch die verschiedenen Google-Dienste zu gewähren. Google hatte vier Monate Zeit, darauf zu reagieren, was nach Angaben der französischen Datenschützer nicht geschah. Auch nach einem Treffen der Datenschützer mit Google am 19. März sei weiter nichts geschehen, teilte CNIL mit. (anw)