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Europäischer IPv4-Adresspool erreicht die Reserve

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Während der ursprüngliche Plan zur IPv6-Einführung ein recht geordnetes Verfahren vorsah, zeigt sich ...

(Bild: Geoff Houston (http://www.potaroo.net/ispcol/2012-08/EndPt2.html))

Der IPv4-Adressvorrat des europäischen Adressverwalters RIPE ist auf einen /8-Block (rund 16 Millionen Adressen) zusammengeschmolzen, gab die Organisation am heutigen Nachmittag über Twitter bekannt. In der später folgenden Mitteilung schreibt das RIPE NCC, dass diese letzten verbleibenden IPv4-Adressen nur noch in kleinen Häppchen von 1024 Adressen (/22-Block) an Provider und Netzbetreiber ausgeben werden. Voraussetzung für die Zuteilung sei zudem, das die Antragsteller bereits IPv6-Adressbereiche erhalten haben. Auch verteile man nun keinen neuen Provider Independent Address Space mehr.

heute, dass man dabei wohl zu optimistisch gedacht hat.

(Bild: Geoff Houston (http://www.potaroo.net/ispcol/2012-08/EndPt2.html))

Mit diesen Vorgaben will das RIPE nun die IPv6-Einführung beschleunigen, was nach Ansicht von Geoff Houston auch dringend erforderlich ist: Die optimistischen Vorstellungen zur IPv6-Umstellung gingen davon aus, dass sich IPv6 bereits vor der Erschöpfung der IPv4-Adressvorräte durchsetzen werde. Inzwischen sind zwar die IPv4-Pools der Adressverwalter weitgehend leer, die erhoffte, zusätzliche Einführung von IPv6 kommt hingegen nicht im gleichem Maß in Gang, wie der APNIC-Mitarbeitter in seinem Blog verdeutlicht.

Bereits vor weniger als zwei Wochen hatte sich das nahe Ende der bisherigen Vergabepraxis für IPv4-Adressen bemerkbar gemacht. Damals standen noch gut 20 Millionen freie IPv4-Adressen bereit. Die Differenz zum letzten reservierten /8-Block von etwa 4 Millionen Adressen hätte noch für rund einen weiteren Monat ausreichen können. Tatsächlich wurde dieser Vorrat aber deutlich schneller vergeben, was damals bereits vermutet wurde. (rek)