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Europäisches Navigationssystem Galileo: Noch einmal vier Satelliten gestartet

Die Europäische Weltraumagentur hat erneut vier Navigationssatelliten für Galileo ins All geschossen. Damit wird die Konstellation komplettiert.

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Europäisches Navigationssystem Galileo: Noch einmal vier Satelliten gestartet

Die Ariane 5 vor dem Start

(Bild: ESA/CNES/Arianespace/Optique Video du CSG - P Baudon)

Mit einer Ariane 5 sind am Mittwoch erfolgreich vier weitere Satelliten für Europas Satellitennavigationssystem Galileo gestartet. Damit sind nun 26 Galileo-Satelliten im All, vier von ihnen sind aber entweder nicht einsatzbereit oder durchlaufen gegenwärtig Tests. Sollten alle funktionsfähigen Satelliten ihre Arbeit aufnehmen, würde das für die volle Einsatzbereitschaft reichen, es fehlt dann aber noch die nötige Reserve.

Die nun in den Orbit geschossenen Satelliten wurden von OHB Systems in Bremen gebaut und von Surrey Satellite Technology ausgerüstet. Sie sollen mehr als 12 Jahre arbeiten. Mit ihnen hat die ESA in weniger als vier Jahren 22 Galileo-Satelliten ins All befördert.

Mit dem Start kommt das europäische Navigationssystem seinem Endausbau noch näher, der im Jahr 2020 abgeschlossen sein soll. Zum letzten Mal wurden dafür Galileo-Satelliten mit einer Ariane-5-Rakete ins All geschossen, die nächsten sollen schon mit der neuen Ariane 6 fliegen. Sobald die Satelliten ihren Regelbetrieb aufgenommen haben, sollten auch allein mit Galileo immer genug Satelliten in Sicht sein, um eine Ortsbestimmung vorzunehmen. Das europäische System wurde zwar Ende 2016 offiziell in Betrieb genommen, doch waren durch Lücken in den Konstellationen nicht immer genügend Satelliten im Sichtbereich. (mho)

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