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Europas schnellster Superrechner geht offiziell in Betrieb

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Um dem amtlichen Start des Supercomputers JUQUEEN im Forschungszentrum Jülich Bedeutung zu verleihen, waren Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) geladen. Der parlamentarische
Prof. Wolf-Dieter Lukas erschien als Vertreter des BMBF, für das MIWF sprach Helmut Dockter.

Zur offiziellen Einweihung des JUQUEEN haben die Betreiber noch etwas zugelegt. In der neuen Ausbaustufe mit 28 Racks, 1024 Knoten pro Rack und 16 Prozessorkernen pro Knoten zuzüglich einem weiteren Kern für das Betriebssystem: In Summe 458.752 Cores. Damit soll der Supercomputer auf 5,9 PetaFlop/s Spitzenleistung kommen – fast 6 Billiarden Floatingpoint Operations pro Sekunde. Mit einer Energieeffizienz von 2,1 GFlops/W nimmt JUQUEEN einen Spitzenplatz in der Green500 ein als "sparsamster" Rechner, der ohne zusätzliche Rechenbeschleuniger auskommt.

(Bild: Jülich Supercomputing Centre )

Das System steht seit November 2012 auf Platz 5 in der Green500- und der TOP500-Liste, in der die schnellsten Computer gegeneinander antreten. Zu dem Zeitpunkt erreichte es im Linpack-Benchmark 4,141 PFlop/s mit einer theoretischen Peak Performance von 5,033 PFlop/s auf 393.216 Cores. Hersteller des kompletten Systems ist IBM, die Racks stammen aus deren Baureihe Blue Gene/Q. Gekoppelt sind die Rechner an zehn Racks vom Typ GPFS Storage Server (GSS) mit IBMs General Parallel File System, bestehend aus je zwei GSS 24 Building Blocks. Das nutzbare Volumen beträgt 7,4 PetaByte.

Finanziers sind die Helmholtz-Gemeinschaft und das Gauss Centre for Supercomputing (GCS), das zu gleichen Teile aus Bundes- und Landesmitteln versorgt wird. JUQUEEN bildet mit dem Stuttgarter Hochleistunsgrechenzentrum und dem Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München eine Plattform für die Forschung in Europa. (rh)

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