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Europol: Weltweit größter Marktplatz für DDoS-Attacken vom Netz genommen

Europäischen Strafverfolgern ist es in einer koordinierten Aktion gelungen, die Drahtzieher des angeblich größten Onlinemarkts für DDoS-Attacken festzunehmen. Der Marktplatz selbst wurde vom Netz genommen. Infrastruktur fand sich auch in Deutschland.

Europol: Weltweit größter Marktplatz für DDoS-Attacken vom Netz

(Bild: markusspiske)

In einer international abgestimmten Aktion ist der Polizei in Europa ein wichtiger Schlag gegen Internet-Kriminelle gelungen. Der vermutlich weltgrößte Marktplatz für so genannte DDoS-Attacken sei vom Netz, teilte Europol mit. In Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei, der britischen National Crime Agency und einem Dutzend Strafverfolgungsbehörden weltweit habe man die Betreiber des Marktplatzes webstresser.org festgesetzt. Dort wurden den Angaben zufolge in großem Stil Werkzeuge zum Kauf angeboten, um DDoS-Attacken zu fahren. Getroffen wurden davon unter anderem Banken, Regierungen, Strrafverfolger und die Spieleindustrie.

Webstresser.org hat den Angaben zufolge über 136 000 registrierte Nutzer gehabt. Insgesamt vier Millionen Attacken mit der angebotenen Software seien allein im April registriert worden. Mit den illegal vertriebenen Werkzeugen habe jeder Kunde ohne große Programmierkenntnisse solche DDoS-Attacken fahren können, hieß es. Es sei ein aktueller Trend, dass immer mehr professionelle Hacker auch Laien einfache Werkzeuge zur Verfügung stellten, um "DDoS-Attacken und andere bösartigen Aktivitäten online durchzuführen", sagte Steven Wilson, Leiter des europäischen Cybercrime-Zentrums von Europol.

Die Betreiber haben die Ermittlungsbehörden demnach in den Niederlanden, Italien, Spanien, Kroatien, Großbritannien, Australien, Kanada und Hongkong ausfindig gemacht. In den USA, den Niederlanden und Deutschland wurde genutzte Infrastruktur des Marktplatzes beschlagnahmt. (dpa) / (mho)

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