Europol und FBI richten Taskforce J-CAT gegen Cybercrime ein

Um gemeinsam gegen Cyberkriminalität vorzugehen, hat Europol gemeinsam mit Partnern aus Nordamerika eine Taskforce eingerichtet, bei der gesammelte Informationen zusammenfließen sollen. Weitere Staaten wollen sich daran beteiligen.

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Von
  • Martin Holland

Anfang der Woche wurde in Den Haag eine gemeinsame europäische und amerikanische Taskforce gegen Cyberkriminalität eingerichtet. Die Joint Cybercrime Action Taskforce (J-CAT) ist bei Europol angesiedelt, und wurde von dem European Cybercrime Centre (EC3) von Europol, der Europäischen Cybercrime Taskforce, dem FBI und der britischen National Crime Agency (NCA) initiiert. Beteiligt sind über Europol zwar alle EU-Staaten, bislang aber faktisch Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich, außerdem noch Kanada und die USA. Auch Australien und Kolumbien haben demnach bereits ihre Mitarbeit in Aussicht gestellt.

Die beteiligten Staaten und Behörden wollen mit der J-CAT ihre Zusammenarbeit im Vorgehen gegen Gefahren aus dem Netz verstärken und gemeinsam gegen besonders wichtige Ziele wie etwa "Untergrund-Foren und Malware" vorgehen. Dazu gehörten auch Banking-Trojaner. Zu verschiedenen Themenfeldern sollen nun bei dieser Einheit Informationen der verschiedenen Teilnehmer und auch privaten Partnern zusammengeführt und ausgewertet werden. Danach sollen neue Ziele für Ermittlungen benannt werden. Dabei gehe es etwa um das Programmieren und Testen von Malware, sowie deren Verbreitung, um Botnetze, Crime-as-a-service, Onlinebetrug und andere als besonders gefährlich eingestufte Kriminalität. (mho)