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Evernote: Business-Funktionen, Team-Chat und neuer Web-Client

Evernote hat neue Funktionen und Apps für seinen Notizdienst vorgestellt. Der Online-Dienst richtet sich künftig als Kollaborationswerkzeug für Unternehmen aus.

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Auf seiner Hausmesse hat Evernote neue Apps und Funktionen für seinen Notizendienst präsentiert. Vor allem im Business-Bereich will Evernote mehr Kunden gewinnen und baut mehr Möglichkeiten zum gemeinsamen Arbeiten ein. So können Nutzer künftig Notizen in einem gemeinsamen "Work Chat" austauschen und dort über deren Inhalte diskutieren. Das Freigeben von gemeinsamen Notiz-Ordnern war bisher ein kostenpflichtiges Premium-Feature – künftig ist es auch in der kostenlosen Version verfügbar. Auch kann man nun Notizen einzeln und nicht bloß Ordner-gebunden für andere zum Lesen und Schreiben freigeben.

Der Work Chat soll Evernote interessanter für den Unternehmenseinsatz machen.

Der bereits seit einiger Zeit eingebaute Präsentationsmodus soll künftig besser mit Bildern und Notizen umgehen können. Dieser steht bei der kostenpflichtigen Premium-Version in den iOS-Clients und auf Macs und PC zur Verfügung.

Auch für reine Privatanwender interessant ist Evernotes "Context". Beim Eingeben von Notizen wird der Dienst künftig in Echtzeit Vorschläge für weiterführende Informationen machen. So sucht Evernote beispielsweise die in einer Notiz erwähnten Personen im Business-Netzwerk LinkedIn und präsentiert zu Stichwörtern passende Online-Artikel. Die Liste der Informationsquellen ist bisher allerdings übersichtlich – unter anderem das Wall Street Journal und TechCrunch sind dabei, Wikipedia aber nicht. Außerdem wird Context vorerst nur Englisch als Sprache unterstützen. Bisher zeigt Evernote beim Schreiben neuer Notizen nur "Verwandte Notizen" aus dem Archiv des Anwenders an.

Evernote zeigte außerdem zwei neue Apps. Die erste heißt Scannable und soll das Einscannen von Dokumenten per Handy-Kamera erleichtern. Sie erkennt automatisch, ob das Handy auf ein Dokument gehalten wird, macht ein Foto davon und versucht, dieses anhand des Aussehens in eine Kategorie einzuordnen – beispielsweise ein Brief oder eine Visitenkarte. Die zweite nennt sich Penultimate und dient zum Anfertigen handschriftlicher Notizen mit einem digitalen Stift.

Die reduzierte Oberfläche im neuen Web-Client soll für mehr Übersicht sorgen.

Den Web-Client für Evernote hat das Unternehmen komplett überarbeitet. Er hat ein deutlich reduzierteres Design verpasst bekommen – von alteingessesenen Evernote-Nutzern dürfte das Interface mit viel Weißfläche allerdings einiges an Umgewöhnung erfordern.

Während der Webclient bereits als Beta-Version für registrierte Evernote-Anwender zur Verfügung steht, will Evernote die anderen vorgestellten Neuerungen und Apps erst im Laufe der nächsten Monate veröffentlichen. (acb)

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