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Ex-Microsoft-Mitarbeiter wegen Verrat von Betriebsgeheimnissen verhaftet

Aus Frust über eine Leistungsbewertung soll ein damaliger Microsoft-Mitarbeiter 2012 unter anderem Windows-8-Code noch vor der Veröffentlichung heimlich nach außen gegeben haben. Nun wurde der Mann verhaftet.

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Ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter wird von dem Redmonder Softwarekonzern beschuldigt, Mitte 2012 Windows-8-Code noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin an einen französischen Blogger weitergegeben zu haben. Laut einem Bericht der Onlinezeitung seattlepi.com soll der Mann am Mittwoch in Seattle verhaftet worden sein, der Vorwurf lautet auf Diebstahl von Betriebsgeheimnissen.

Motiv Frust? Wegen einer schlechten Leistungsbeurteilung gab ein Ex-Microsoft-Mitarbeiter Betriebsgeheimnisse raus.

Neben Windows-8-Code soll er auch noch interne Dokumente und das "Activation Server Software Development Kit" weitergereicht haben, mit dem Microsoft seine Produkte vor Piraterie absichert. Der im Bericht zitierten Klageschrift nach soll der Mann den Blogger angeregt haben, das SDK weiterzuverteilen, damit eine Vielzahl von Leuten Microsofts Kopierschutz umgehen könnten. Der Blogger hatte offenbar aber nur Screenshots der Pre-Release-Version von Windows 8 veröffentlicht.

Die Sache flog dem Bericht nach auf, als der Blogger im September 2012 bei einem Microsoft-Mitarbeiter anfragte, ob das SDK echt sei. Der Mitarbeiter informierte seine Vorgesetzten, die interne Untersuchung kam dem mutmaßlichen Täter auf die Schliche. In den entdeckten Chat-Protokollen soll sich der Verdächtige auch gebrüstet haben, in Betriebsgelände in Redmond eingebrochen zu sein. Konfrontiert mit den Vorwürfen soll er sich geständig gezeigt haben.

Offenbar hatte sich der Mann, der insgesamt sieben Jahre bei Microsoft angestellt war, über eine schlechte Leistungsbeurteilung geärgert. Nun wird er sich vor Gericht verantworten müssen. (axk)