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Ex-SAP-Personalchefin rechtfertigt Rücktritt

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Die ehemalige SAP-Personalchefin Angelika Dammann hat in einem Zeitungsinterview ihren überraschenden Rücktritt verteidigt. Sie hatte ihren Hut im Juli offiziell aus privaten Gründen genommen. Zuvor waren jedoch Details ihres Vertrages bekanntgeworden, die ihr Freiflüge zu ihrer Familie nach Hamburg zusicherten. "Die Vorgänge nach der Veröffentlichung haben mich und das Unternehmen dermaßen belastet, dass ich keinen anderen Weg sah, als SAP zu verlassen", sagte die 52-Jährige jetzt in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Der Abschied sei schmerzhaft gewesen, aber sie habe die richtige Entscheidung rechtzeitig getroffen, sagte Dammann. "Sie hinauszuzögern wäre für alle Beteiligten noch schwieriger gewesen." Auf die Frage, ob es unklug war, sich die Nutzung des Firmenjets in den Vertrag schreiben zu lassen und gleichzeitig der Belegschaft Einschnitte abzuverlangen, wollte sie nicht beantworten – "einfach, weil es nicht weiterhilft". Sie selbst sehe ihre Zukunft als Coach und Mentorin.

Ihren Rücktritt bedauere sie vor allem im Blick auf die Frauen im Unternehmen. Es tue ihr leid, dass sie "die Hoffnungen vor allem des weiblichen Teils der Belegschaft ein Stück weit enttäuscht" habe. Allerdings sei sie davon überzeugt, dass das von ihr ausgerufene Ziel bestehenbleibe, den Anteil der weiblichen Führungskräfte bis 2017 von derzeit 18 auf dann 25 Prozent zu erhöhen. (cp)