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ExoMars: ESA sieht Fortschritte bei Behebung der Fallschirm-Probleme

In weniger als einem Jahr soll ein europäisch-russischer Mars-Rover starten. Dazu müssen aber die Fallschirme funktionieren. Die ESA ist optimistisch.

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Wenn die Fallschirme halten könnte der Rover Rosalind Franklin ab 2021 so den Mars erkunden

(Bild: ESA/ATG medialab )

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Nach zwei Fehlschlägen bei Fallschirm-Test für die europäisch-russische Forschungsmission ExoMars spricht die ESA von positiven Schritten und gibt sich zuversichtlich, dass der Start im Sommer 2020 stattfinden wird. Eine gründliche Analyse der geborgenen Hardware sei abgeschlossen und Design-Änderungen vorgenommen worden. Vielversprechende Korrekturen stünden noch an. Außerdem werde man von der US-Weltraumagentur NASA unterstützt, wodurch mehrere Tests am Boden ermöglicht würden. Zwischen Januar und März gebe es dann im US-Bundesstaat Oregon noch einmal die Möglichkeit für Tests in großer Höhe, erklärt die ESA.

Die zweite Mission ExoMars ist ein gemeinsames Projekt der europäischen Weltraumagentur mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. 2016 waren der Trace Gas Orbiter (TGO) und der Lander Schiaparelli zum Roten Planeten geschickt worden. Nach der Trennung stürzte Schiaparelli jedoch wegen eines Softwarefehlers ab und konnte keine Daten senden. Der Orbiter kreist aber im Mars-Orbit und soll für den Rover als Relais zur Erde dienen. Zwischen dem 26. Juli und dem 11. August 2020 soll dann der Rover Rosalind Franklin zum Mars gestartet werden, wo er im März 2021 ankommen und nach Hinweisen auf einstiges Leben auf dem Mars fahnden. Wird dieser Zeitrahmen verpasst, verschiebt sich alles um zwei Jahre nach hinten.

Der Rover soll dafür an einem vierteiligen Fallschirm auf den Mars gleiten – zwei sollen als kleine Bremsfallschirme dienen, zwei als große Hauptfallschirme. Mit den beiden großen Schirmen gab es in diesem Jahr bei zwei Tests Probleme, jeweils bereits vor der Öffnung. Zuletzt war die Testladung Anfang August lediglich an dem kleinen Bremsfallschirm zur Erde gerast. "Zum Mars zu kommen und vor allem, dort zu landen ist sehr schwierig", hatte Francois Spoto erklärt. Erschwert wird das nun von dem engen Zeitplan: Bereits im April, aber spätestens im Mai soll das Fallschirmsystem an dem Raumfahrzeug befestigt werden. Mit einer Proton-Rakete soll das vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet werden. (mho)