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ExoMars: Mars-Sonde Schiaparelli nach Computerfehler abgestürzt

Wie bereits vermutet wurde, ist der Mars-Lander Schiaparelli vergangenes Jahr aufgrund eines Softwarefehlers abgestürzt. Das hat nun eine unabhängige Kommission ermittelt. Die Sonde war Teil einer Mission zur Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars.

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ExoMars: Mars-Sonde Schiaparelli nach Computerfehler abgestürzt

Eigentlich sollte Schiaparelli sicher auf seinen Triebwerken zur Mars-Oberfläche gleiten.

(Bild: ESA/ATG medialab)

Der Absturz der Mars-Sonde Schiaparelli im vergangenen Oktober ist durch einen Computerfehler verursacht worden. Der Rechner verschickte widersprüchliche Berechnungen an die Sonde, wie eine unabhängige Untersuchung durch eine Kommission internationaler Wissenschaftler ergab. Das bestätigt Vermutungen, die es bereits nach dem Absturz gab. Dadurch öffnete sich der Bremsfallschirm zu einem falschen Zeitpunkt. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA veröffentlichte am Mittwoch die Ergebnisse zum Absturz des ersten europäisch-russischen Mars-Landegeräts.

Die Sonde sei viel zu schnell mit 540 Kilometern pro Stunde auf der Marsoberfläche aufgeschlagen. Es sei aber festgestellt worden, dass der Einsatz trotzdem weitgehend erfolgreich war. Die Sonde habe vor ihrem Aufprall wichtige Daten sammeln können.

Schiaparellis Weg zum Mars (13 Bilder)

Test des Fallschirms, der Schiaparellivor der Landung abbremsen sollte.
(Bild: USAF Arnold Engineering Development Complex)

Mit dem milliardenschweren Projekt ExoMars suchen Europa und Russland nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. 2020 wollen sie einen Rover zum Mars schicken. Der Forschungssatellit Trace Gas Orbiter (TGO), der gemeinsam mit Schiaparelli zum Mars gestartet war, kreist unterdessen um den Mars. TGO soll nach Spuren von Methan in der Atmosphäre suchen. Wird das Gas nachgewiesen, könnte dies ein Hinweis auf biologische Aktivität sein. (mho)