Menü

Exoplanetenjäger der nächsten Generation: TESS nimmt Arbeit auf

Der Kepler-Nachfolger TESS hat die Woche die Arbeit aufgenommen und könnte nun bald Tausende Exoplaneten entdecken.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 90 Beiträge
Exoplanetenjäger der nächsten Generation: TESS nimmt Arbeit auf

Künstlerische Darstellung des Transiting Exoplanet Survey Satellite

(Bild: NASA's Goddard Space Flight Center)

Das Weltraumteleskop TESS der NASA hat mit seiner Suche nach Exoplaneten bei besonders nahen oder hellen Sternen am Nachthimmel begonnen. Seit dem 25. Juli lichtet TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) kontinuierlich die erste Himmelsregion ab, um vorübergehend dunkler werdende Sterne zu finden. Bei diesen Kandidaten kann dann überprüft werden, ob ein Exoplanet diese Verdunkelung ausgelöst hat.

Mit der gleichen Methode hatte der TESS-Vorgänger Kepler mehr als 4000 solcher Exoplaneten-Kandidaten gefunden, von denen bislang mehr als 2000 bestätigt wurden.

TESS wird nun für jeweils mindestens 27 Tage eine breite Himmelsregion ins Visier nehmen und die Sterne darin auf Verdunkelungen prüfen. Danach schwenkt das Weltraumteleskop zur nächsten Zielregion, um auf diese Art schließlich das komplette Firmament einmal unter die Lupe genommen zu haben.

Exoplanetenjäger TESS der NASA (8 Bilder)

Die Vorbereitung des Weltraumteleskops
(Bild: NASA)

Zwei Regionen bleiben wegen der Überlappungen konstant im Blick, hier könnten also auch längerperiodische Exoplaneten gefunden werden. Die könnte das James-Webb-Weltraumteleskop untersuchen. Die ersten Daten soll TESS nun im August zur Erde schicken und dann alle 13,5 Tage. Die Wissenschaftler wollen dann umgehend die Arbeit aufnehmen.

Das Weltraumteleskop TESS war im April an Bord einer Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Es soll die bahnbrechende Arbeit von Kepler fortsetzen, Forscher erwarten Tausende neue Exoplaneten in allen Himmelsrichtungen.

Kepler hatte beim Hauptteil seiner Mission nur einen ganz engen Bereich angepeilt und schon dabei zeigen können, wie zahlreich Exoplaneten im Universum sind. Inzwischen geht Kepler aber der Treibstoff aus und bevor es endgültig abgeschaltet werden wird, wurde das Weltraumteleskop noch einmal in einen Ruhezustand versetzt.

(mho)

Zur Startseite
Anzeige