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Experte fordert besseren Schutz für sensible Systeme im Auto

Ein Experte fordert strikte Trennung von Komponenten mit Internet-Zugang und anderen Steuergeräten im Auto, damit Hacker nicht in sensible Bereiche vordringen können.

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Autoschutz

Fachleute mahnen Autohersteller, zum Schutz vor Hacker-Angriffen Bereiche mit Internet-Verbindung strikt vom Rest der übrigen Fahrzeugtechnik abzugrenzen. "Die typischen Auto-Netzwerke sind wie ein Haus, in dem man einfach von Zimmer zu Zimmer laufen kann", sagte Jens Hinrichsen dem Finanzdienst Bloomberg. Hinrichsen ist bei dem niederländischen Chip-Spezialisten NXP für Bauteile zuständig, die auch in Autos eingesetzt werden.

So könnten Hacker von der Navigation oder von Infotainment-Systemen womöglich weiter in sensible Bereiche von Autos vordringen. Genau das war zwei Experten gelungen, die dann einen Jeep Cherokee fernsteuern konnten. In den USA musste der Hersteller Fiat Chrysler daraufhin 1,4 Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Hinrichsen riet zu einer strikten Trennung unterschiedlicher Bereiche. "Autobauer müssen Sicherheit mit einbauen, sodass es an jedem Zimmer ein Schloss gibt und besondere Schlösser für besonders wichtige Räume", sagte er.

Heise online hatte bereits im Herbst 2014 bei verschiedenen Autoherstellern nachgefragt, ob für die Fahrsicherheit relevante Systeme und solche mit Internet-Anbindungen miteinander vernetzt seien. Die Antworten darauf fielen vage aus. So erklärte Toyota-Sprecher Dirk Breuer, das Audio- und Navigations-Gerät verfüge über eine eigene Datenbus-Kommunikation, die sich von der des übrigen Fahrzeugs unterscheide. Und keiner der befragten Hersteller konnte bestätigen, dass die Trennung der Systeme durch unabhängige Sicherheitsexperten auf ihre Wirksamkeit getestet werde. (ad)

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