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Explodierendes Galaxy Note 7 beschädigt Hotelzimmer

In einem Hotelzimmer in Australien fängt das Galaxy Note 7 eines Geschäftsreisenden Feuer und verursacht einen Schaden in Höhe von 1800 Australischen Dollar.

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(Bild: Tham Hua)

Ein australischer Geschäftsmann hat einen Schadensfall durch ein explodiertes Galaxy Note 7 dokumentiert. Unter dem Nickname Crushader berichtete Tham Hua aus Melbourne auf Reddit von dem unangenehmen Zwischenfall.

Während einer Geschäftsreise habe er in einem Hotel in Perth übernachtet. Vor dem Schlafengehen habe Hua sein Smartphone mit dem Original-Ladekabel angeschlossen und auf sein Nachtschränkchen gelegt. Am nächsten Morgen sei er von einem zischenden Geräusch geweckt worden. Als er die Augen öffnete und auf das Nachtschränkchen blickte, sei das Galaxy Note 7 mit einem Plopp aufgesprungen. Anschließend seien Flammen und Rauch aus dem Gerät entwichen. Um die Flammen zu löschen, warf Hua das Gerät auf den Boden.

Die Folgen Unfalls sind Verbrennungen an Huas Hand, ein verschmorter Teppich und ruinierte Bettwäsche. Huas Galaxy Note 7 ist ebenfalls defekt. In einer Imgur-Gallerie hat Hua die Schäden dokumentiert. Das Hotel in Perth forderte von dem Geschäftsmann 1800 Australische Dollar (umgerechnet rund 1230 Euro) für den verursachten Schaden. Hua wandte sich mit dem zerstörten Galaxy Note 7 und der Hotelrechnung an Samsung. Das Unternehmen übernahm den Schaden und überreichte ihm ein Galaxy J1 als vorläufiges Austauschgerät.

In der vergangenen Woche verhängte Samsung einen Verkaufsstopp für sein neues Flaggschiff Galaxy Note 7 und startete eine Rückrufaktion für die bereits verkauften Geräte. Fehlerhafte Akkus führen dazu, dass sich die Geräte während des Ladevorgang entzünden können. Laut Samsung wurden weltweit bereits 35 Fälle registriert. Hua ist Nummer 36.

Die unsicheren Akkus könnten künftig dazu führen, dass Samsungs Galaxy Note 7 auf Flügen verboten wird. Auf Nachfrage von Gizmodo bestätigte die US Federal Aviation Administration (FAA), dass man derzeit über entsprechende Regelungen diskutiere. Beschlossen sei bislang jedoch noch nichts.

Kopfzerbrechen bereitet der FAA dabei vor allem Samsungs Rückrufaktion. Die bislang produzierten 2,5 Millionen Einheiten des Note 7 wurden zwar bereits zurückgerufen. Samsung folgt dabei jedoch nicht dem üblichen Prozedere, bei dem die US Consumer Product Safety Commission eingeschaltet werden müsste. Ohne die Kommission können Behörden nicht auf die sonst üblichen Regelungen zurückgreifen. Aus diesem Grund arbeiten die FAA und mehreren US-Airlines nun an einer eigenen Lösung. (axk)