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"Express-Handel": Bitcoin.de kooperiert mit Onlinebank Fidor

Wer ein Girokonto bei der Bank Fidor hat, soll damit schneller auf dem Bitcoin-Markplatz Bitcoin.de sein Kryptogeld kaufen können. Eine Zusammenarbeit beider Firmen macht das möglich.

Bitcoin.de kooperiert mit Onlinebank Fidor

(Bild: Screenshot)

Kunden der Online-Bank Fidor können nun ihr normales Girokonto nun direkt für Käufe beim Kryptogeldmarktplatz Bitcoin.de nutzen. Diese enge Verzahnung soll einen schnelleren Handel erlauben – im Regelfall müssen Nutzer einer Bitcoinbörse erst von ihrem normalen Konto Überweisungen auf das dortige Verrechnungskonto tätigen, bevor sie Coins kaufen können. Bislang sei das Feature noch in der Beta-Phase, heißt es auf der Bitcoin.de-Website.

Nach wie vor bleibt Bitcoin.de aber ein Handelsplatz, auf dem Nutzer Gebote und Gesuche einstellen können und sich ihren Handelspartner per Klick aussuchen – ein komplett automatisiertes Handelssystem wie bei einer vollwertigen Börse gibt es nicht. Dennoch spricht die Mitteilung zur Kooperation von "Express-Handel“: Wenn nämlich beide Nutzer bei der Fidorbank sind, sollen die überwiesenen Euro-Kaufpreise deutlich schneller beim Gegenüber ankommen als bei Überweisungen zwischen verschiedenen Banken.

Für Fidor-Kunden wird damit auch die Anmeldung beim Bitcoin-Marktplatz leichter: Wer sich bereits via Post-Ident bei der Bank verifiziert hat, kann ohne separate Verifikation seinen Account bei Bitcoin.de eröffnen. Umgekehrt sei diese Datenübername aber noch nicht möglich, erklärte Bitcoin.de-Chef Oliver Flaskämpfer gegenüber heise online. Die Girokonten bei Fidor sind mit der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde geschützt.

Die Partnerschaft wurde bereits 2013 angekündigt, die Fidor-Bank hatte damals auch das rechtliche Haftungsdach für den Handel auf Bitcoin.de übernommen. Abgesehen davon kooperiert Fidor auch mit den Machern des Zahlungsnetzwerks Ripple, dem kommerziellen Unternehmen Ripple Labs. Ripple soll als ein Open-Source-Protokoll für schnelle Überweisungen und Devisenhandel dienen. Dabei werden verschiedene Währungen akzeptiert, als Brückenwährung für Transfers dient dabei die gleichnamige interne Währung Ripple (XRP). Fidor fungiert dabei als sogenanntes Gateway, von dem aus Überweisungen über das Ripple-Netz möglich werden. Ebenfalls arbeitet Fidor gerade an der US-Expansion, wie der Fachdienst Paymentssource berichtet. (axk)

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