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Exynos 5420: Samsungs zweiter Versuch für Mobil-CPU mit acht Kernen

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Anfang des Jahres sah es noch so aus, als hätte Samsumg mit dem Exynos 5 Octa den schnellsten und dennoch sehr sparsamen Chip für Handys und Tablets im Angebot. Der Clou: Nach ARMs Big.Little-Konzept sollten vier schnelle Cortex-A15-Kerne für Rechenleistung satt sorgen und vier sparsame Cortex-A7-Kerne übernehmen, wenn wenig Arbeit ansteht. Doch kaum ein Gerätehersteller wollte den Exynos 5410 einsetzen. Selbst Samsung brachte die damit bestückte Version des Galaxy S4 nie nach Deutschland, sondern verbaute lieber Prozessoren von anderen Herstellern.

Einen Grund dafür nennt Samsung selbst nicht, es kursieren allerdings Gerüchte über einen schwerwiegenden Bug in der Logik des System-on-Chip (SoC), die die beiden CPU-Inseln miteinander verbindet. Demnach gibt es ein Problem mit der Cache-Kohärenz, sodass als Notlösung alle Daten zwischen den Kernen mühsam über den Arbeitsspeicher synchronisiert werden mussten. Das kostet Zeit und Strom.

Nun legt Samsung mit dem Exynos 5420 nach. CPU-seitig hat sich wenig getan: Es gibt wieder je vier Cortex-A15- und -A7-Kerne. Die maximale Taktfrequenz soll bei 1,8 respektive 1,3 GHz liegen. Das 64-bittige Speicher-Interface unterstützt nun LPDDR3-1866.

Interessant ist unterdessen, dass Samsung beim Grafikkern den kurzen Ausflug zu Imagination Technologies beendet und wieder zurück zu ARM kehrt: So kommt im Exynos 5420 die Grafikeinheit Mali-T628 MP6 aus ARMs zweiter Auflage der Midgard-Familie zum Zuge. Im Vergleich zum glücklosen Vorgänger mit PowerVR-SGX544MP3-Grafik soll sich die 3D-Leistung verdoppelt haben. Im Vorvorgänger Exynos 5250 steckte auch ein ARM-Grafikkern (Mali-T604).

Samsung fertigt den Exynos 5420 weiterhin selbst in einem 28-nm-Prozess. Erste Musterchips sollen bereits fertig und auf der SIGGRAPH 2013 zu sehen sein, die Serienproduktion soll im August anlaufen. (bbe)