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IFA

F(x)tec Pro1: Tastatur-Slider für 650 Euro

Starke Hardware, ein großer OLED-Bildschirm und ein offener Bootloader: Das F(x)tec Pro1 ist ab Oktober erhältlich

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Eine physische Tastatur mit 66 Tasten, schlankes Android, ein offener Bootloader und eine wertige Verarbeitung: Das F(x)tec Pro1 ist auf dem Smartphone-Markt eine Ausnahmeerscheinung. Auf der IFA hat das englische Startup F(x)tec den Verkaufsstart des Slider-Smartphones angekündigt, ab Oktober soll der Versand beginnen. Vorbesteller könnten ihre Smartphones bereits im September in Händen halten. Neben einer QWERTY-Variante wird es das Gerät auch mit QWERTZ-Tastatur geben.

F(x)tec Pro1 (8 Bilder)

Schon im Februar hatte das Unternehmen das Gerät auf der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona gezeigt. Seitdem gingen aus 15 Ländern Vorbestellungen ein, berichtet Unternehmensgründer Adrian Li Mow Ching. Genaue Zahlen nannte er nicht. Erst vor etwas mehr als einem Jahr war F(x)tec gegründet worden und besteht derzeit in London aus einem Team von 10 Mitarbeitern.

Das erste Smartphone des Unternehmens kommt mit physischer Tastatur und hält trotz dieser mit 1,4 Zentimetern Dicke eine relativ schlanke Linie – auch dank den abgerundeten Rändern des Screens. Die offensichtliche Ähnlichkeit zum Nokia N900 kommt nicht von ungefähr: Das Nokia-Gerät diente den Entwicklern als Inspiration. Das physische Keyboard besteht aus 66 hintergrundbeleuchteten Tasten. Darauf lassen sich individuelle Shortcuts programmieren.

Ist die Tastatur eingeklappt, können Texte über die Bildschirmtastatur auf einem 6 Zoll großen OLED eingegeben werden. Das Display zeigt Full HD+ (2160 × 1080 Pixel) an – zur maximalen Helligkeit machte das Unternehmen keine Angaben. Für alle alltäglichen Anwendungen gerüstet ist Qualcomms einstiger Spitzenchipsatz Snapdragon 835. Neben 6 GByte Hauptspeicher ist das Pro1 mit 128 GByte Flash bestückt, dieser lässt sich um bis zu 2 TByte erweitern. Dann ist allerdings kein Platz mehr für eine zweite SIM-Karte.

Schnappschüsse nimmt eine weitwinklige 12-MP-Kamera auf (Sony IMX 363), für Tiefenschärfe ist eine zusätzliche 5-MP-Kamera auf der Rückseite untergebracht. Auf dem Niveau aktueller Spitzen-Smartphones fotografiert man mit dieser Kombination nicht.

Neben der Tastatur punktet das Pro1 mit einem schlanken Android, laut Adrian Li Mow Ching werden die monatlichen Android-Sicherheitsupdates mindestens alle 90 Tage geliefert und das über einen Zeitraum von zwei Jahren. Ob das Gerät, das mit Android 9 ausgeliefert wird, auch ein Versionsupgrade erhalten wird, ist dagegen noch nicht klar.

Da das Pro1 mit offenem Bootloader kommt, können auch alternative Betriebssysteme wie Sailfish oder LineageOS darauf installiert werden. Die zweijährige Gewährleistung bleibt davon unberührt, sagt der Gründer. Allerdings übernehme der Hersteller die Reparatur von Hardwarefehlern nur, wenn vor dem Rückversand wieder Android auf dem Gerät installiert wurde.

F(x)tec Pro1
Betriebssystem Android 9
Prozessor Snapdragon 835
Arbeitsspeicher 6 GByte
Flash-Speicher 128 GByte
Wechselspeicher / max. MicroSDXC / 2 TB
Display 6“ AMOLED (2160 x 1080)
WLAN 802.11 b/g/n/ac
Bluetooth 5.0 LE
USB-Anschluss USB Typ-C
Akkukapazität 3200 mAh
Hauptkamera 12 MP Weitwinkel f/1.8 + 5 MP Tiefensensor f/2
Frontkamera 8 MP f/2
Abmessungen (H × B × T) 154 x 74 x 14 mm
Gewicht 241 g
Sonstiges NFC, Dual-SIM, Quick Charge 3.0, Benachrichtigungs-LED

(rbr)