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FCC: Internetnutzer sollen Souverän ihrer Daten sein

Bei der FCC wird ein Papier diskutiert, das verbindliche Regeln für das Nutzertracking durch Provider festlegen soll.

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(Bild: dpa, Mascha Brichta/Symbolbild)

Der Chef der Federal Communications Commission (FCC) hat ein Papier ausgearbeitet, das Internet- und Mobilfunk-Service-Providern Regeln vorgeben soll, wie sie mit Nutzerdaten umzugehen haben. Das Regelwerk soll Ende März der Kommission zur Verabschiedung vorgelegt werden, worauf es zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

FCC-Chairman Tom Wheeler will mit seinem Vorschlag dafür sorgen, dass Benutzer mit der Einrichtung eines Internetzugangs nicht ihre Rechte an den eigenen Daten aufgeben müssen. Diese Initiative steht vor dem Hintergrund, dass vor gar nicht langer Zeit US-Provider wie AT&T und Verizon Daten über ihre Kunden verkauften. Die FCC stellte in einer 15 Monate dauernden Untersuchung fest, dass diese Praxis gegen die Bestimmungen der "Open Internet Transparency Rule" verstieß. Daraufhin zahlte Verizon ein Bußgeld in Millionenhöhe, durfte jedoch mit Einschränkungen weitermachen.

Konkret teilt Wheeler die Nutzerdaten in drei Kategorien. Die Daten, die der Provider zur Sicherstellung seiner Dienstleistung benötigt, darf er ohne Zustimmung des Kunden erheben. Die zweite Kategorie umfasst Daten zum Zwecke der Eigenwerbung für weitere Services des Providers und seiner Tochterfirmen. Dieser Verwendung muss der Benutzer aktiv widersprechen, wenn er das nicht will. Alle anderen Daten unterliegen der Opt-in-Regel. Das heißt, für deren Erhebung muss der Provider den Benutzer um Erlaubnis fragen. (bb)

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